Sonntag, 16. Juni 2024

Immer wieder sonntags: Müslibrot (59)

Auf der Suche nach Abwechslung stolperte ich dieses Mal über ein Brot mit Birchermüsli. Müsli ist immer im Haus, wenn auch keins nach original Bircher Art, also wurde abewandelt. Das Ergebnis war überzeugend, allerdings ist Müsli im Brot zugegebenermaßen Geschmacksache. Das Brot ist entsprechend eher schwer, von der Konsistenz fest, enstprechend nicht superfluffig, aber auch nicht zu hart. Passt sowohl zu Käse als auch süßen Aufstrichen.


 Sauerteig

  • 200g Dinkelvollkornmehl
  • 200g Dinkelmehl Type 1050
  • 260 g Wasser
  • 12 g Salz
  • 20 g Anstellgut

Das Anstellgut im Wasser lösen, dann alle weiteren Zutaten in die Schüssel geben, gründlich mischen und abgedeckt 18-24 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

Quellstück

  • 300 g Müsli (bei mir Nussmüsli)
  • 330 g Wasser

Die Zutaten mischen und 12-24 Stunden abgedeckt im Kühlschrank quellen lassen.


Hauptteig

  • Sauerteig
  • Quellstück
  • 80-100 g Dinkelvollkornmehl

Sauerteig und Quellstück in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine gründlich verkneten. Der Teig ist sehr weich, je nach Konsistenz weiteres Dinkelvollkornmehl hinzugeben, um den Teig formbar zu machen. Eine Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche rundformen und eine weitere Stunde im bemehlten Gärkörbchen gehen lassen.

Den Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Einen gußeisernen Topf dabei mit erhitzen. Den Laib in den Topf stürzen, Deckel aufsetzen und in den Ofen stellen. Die Temperatur auf 220°C reduzieren. Insgesamt ca. 50 Minuten backen. Den Deckel nach 35 Minuten entfernen und fertig backen.


Quelle: Brot gesund und bekömmlich backen, Nr. 06/2020

Donnerstag, 30. Mai 2024

Kurzurlaub Ahrtal: Wiederholung willkommen

Sonntag, 26. Mai

Schon vor ein paar Jahren hatte ich Daniel eine Reise an die Ahr geschenkt. Hintergrund war der Plan, sämtliche deutschen Weinanbaugebiete abzuklappern. Gleichzeitig schenkte Daniel mir einen Aufenthalt an der Nahe. Da dort bereits ein Gutschein gebucht war, ging es erst nach Bad Münster am Stein-Ebernburg. Dann kam Corona und dann 2021 die Ahrflut und das Thema Ahr hatte sich erst einmal erledigt. Nun war es aber soweit und wir buchten Anfang des Jahres eine Ferienwohnung in Bad Neuenahr, standesgemäß auf einem Weingut. Sonntagmittag fuhren wir los, von uns waren es nur etwa anderthalb Stunden Fahrtzeit. Gegen halb drei konnten wir dann direkt unsere Ferienwohnung beziehen. Im Kühlschrank wartete auch gleich eine Flasche Spätburgunder Blanc de Noir des gastgebenden Weinguts auf uns. Wir machten allerdings als erstes eine Pause zum Rennen schauen und einen Regenschauer abwarten, bevor wir uns auf einen ersten Erkundungsgang machten. Dazu steuerten wir als erstes den „Hausberg“, den Neuenahrer Berg mit einem Aussichtsturm an. Auf dem Weg dorthin überquerten wir die Ahr auf einer der zahlreichen Behelfsbrücken des THW, die den Fluss bis heute überspannen. Auch unsere Unterkunft ist nahe am Fluss gelegen und man kann die ganze Hauptstraße entlang noch sehr gut sehen, dass die Fassaden entweder bereits neu gemacht wurden oder man gerade dabei ist. Die Winzerin erzählte uns auf Nachfrage, dass das Wasser bei ihnen in der Flutnacht 2,18m hoch gestanden habe. Entsprechend waren Weinkeller, Vinothek und Erdgeschoss ein Fall für die Komplettsanierung. Auch am Flussufer wird noch viel gebaut, Bahnstrecke, Straßen, Radwege befinden sich teilweise noch im Wiederaufbau. 




Auf den Neuenahrer Berg führte ein ordentlich steiler Weg inkl. einiger Serpentinen. Der Aussichtsturm selbst ist 24 Stunden geöffnet. Anderen Menschen begegneten wir nicht, so konnten wir in aller Ruhe verweilen und die Aussicht über das Tal genießen. Nach dem Abstieg drehten wir eine Runde durch die Innenstadt und kehrten schließlich im Bad Neuenahrer Brauhaus ein, wo es neben gutem Essen selbstgebrautes Bier gab. Anschließend widmeten wir uns in der Ferienwohnung dem Blanc de Noir.


Blick auf Bad Neuenahr-Ahrweiler




Sonnenuntergang aus unserer Ferienwohnung betrachtet
 

Montag, 27. Mai

Wir wachten früh auf, trödelten aber noch ein wenig rum und gingen um kurz vor acht dann als erstes einkaufen und erstanden dies und jenes zum Frühstück. Dieses genehmigten wir uns anschließend mit den Resten vom selbstgebackenen Sonntagsbrot. Anschließend zogen wir gegen 10 Uhr los Richtung Ahrweiler, um dort auf eine Wanderroute, die ich abends zuvor auf der sehr informativen und übersichtlichen Ahrtal-Website recherchiert hatte. In Ahrweiler schlugen wir uns sozusagen in die Weinberge, folgten dort erst ein Stück dem Rotweinwanderweg. Zuerst absolviert man einen kurzen, aber ordentlich steilen Anstieg und wird dann mit spektakulären Ausblicken belohnt. Wir starteten bei der im letzten Jahr fertiggestellten Flutkapelle, dann ging es ein steiles Stück weiter die Weinberge hoch zur „Bunten Kuh“ (eine Felsformation) bei Walporzheim, dann um die nächste Biegung und so weiter immer durch die Terrassenweinberge. 

Altes Stadttor von Ahrweiler


Blick auf Ahrweiler


 

Beim Blick nach unten in Richtung Marienthal sahen wir auch, warum es noch eine Weile dauern wird, bis Gleise und Radwege hinter Walporzheim Richtung Dernau wieder befahrbar sein werden. Da müssen erst noch ein paar Brücken wiederhergestellt werden. Schließlich verließen wir die Weinberge und liefen weiter durch den Wald. Dort war es teilweise sehr matschig und wir waren froh um das gute Schuhwerk. Später ging es weiter durch die Felder und dann wieder ein Stück durch den Wald, bis wir oberhalb von Ahrweiler den Bogen zurück zu den Weinbergen und zum Rotweinwanderweg schlugen. Wir kamen dort noch beim Dokumentationszentrum Regierungsbunker und bei den Überresten der Bauruine eines Eisenbahnbauprojekts vorbei. Ab 1910 wollte man eine Bahnstrecke von Lidlar nach Trier bauen – sowohl Teil des Schlieffen-Plans aber auch gedacht für den Erztransport. Nach dem 1. Weltkrieg wurde der zweigleisige Ausbau durch den Versailler Vertrag verboten und 1924, als das Elsass französisch geworden war, stellte man den Bau dann ganz ein.


Baustelle bei Marienthal: Brücken und Bahnstrecke werden neu gebaut.



Schädlingsbekämpfung am Weinberg
Helikopter am Berg

Teile des ehemaligen Regierungsbunkers


Rückweg: Neuer Blick auf Ahrweiler

Brückenruine

Zurück in Ahrweiler liefen wir durch die sehr pittoreske Altstadt zur Winzervereinigung, wo wir Wein probierten und drei Flaschen kauften. Zurück in der Altstadt erreichten wir die „Kaffeemühle“ genau in dem Moment, in dem sich bedrohlich graue Wolken über uns auftürmten. Daniel fragte noch, ob wir reingehen wollten, als ein Donnergrollen für uns die Antwort gab. Kaum waren wir drin und saßen bei Kaffee und Kuchen, als es draußen zu schütten begann. Jo, Timing ist alles. Die „Kaffeemühle“ hat natürlich auch eine Geschichte. Nach einem Corona-Lockdown eröffnet und sechs Wochen kam die Ahrflut. Wieder ein Beispiel für trotzdem weitergemacht. Wow und wie – absolute Empfehlung übrigens. Wir kauften dort noch ein Glas lokalen Honig, bevor wir im Trockenen zurück nach Bad Neuenahr liefen – teilweise an der Ahr entlang, wo es ging. Zurück an der Ferienwohnung hatten wir knapp 20 km auf der Uhr (zzgl. Gang zum Einkaufen), sprangen erst einmal unter die Dusche und dann in die Vinothek „unseres Weinguts“ (Peter Lingen). Beim Probieren erfuhren wir noch, dass die Ahr in der Flutnacht 1,2 km breit war. Danach gab’s Nudeln und eine Flasche Riesling. 

Ahrweiler Marktplatz

Hervorragender Kuchen und ebensolcher Kaffee in der Kaffeemühle

Eine der zahllosen Behelfsbrücken über die Ahr


 

Dienstag, 28. Mai

Wieder früh von der Sonne geweckt worden und erst einmal gemütlich im Bett das spannende Buch ausgelesen. Dann gab’s Frühstück und wir aktualisierten unsere Tagesplanungen, packten den Rucksack und liefen los zum Fahrradladen Basislager in Ahrweiler. Dort liehen wir uns jeweils ein Rad für den Tag und legten los. Da der Ahrtalradweg noch nicht vollständig wiederhergestellt ist, blieb uns nur der Weg stromaufwärts. Nach drei Kilometern mussten wir den ersten Zwangsstopp einlegen und Daniels Fahrradständer, der immer wieder runterklappte, kreativ befestigten. Das blieb jedoch die einzige Panne. Wir radelten an der Ahr bzw. die Ersatzroute entlang über Heimersdorf und Bad Bodendorf. Nahezu überall erstrahlten rund 80 % der Häuser in frischer Farbe oder werden aktuell neu angestrichen. Teilweise sieht man aber auch noch die „Schmutzkante“. Das Erdgeschoss dürfte in nahezu allen tief gelegenen Häusern an der Unterahr überflutet gewesen sein. Teilweise sind auch noch Containersiedlungen aufgebaut, einige wenige Container schienen auch noch bewohnt zu sein. In Remagen-Kripp stießen wir auf den Rhein, den wir mit einer Rheinfähre überquerten. In Linz am Rhein schlossen wir die Räder ab und erkundeten die dortige Altstadt. Wir gönnten uns jeweils einen Kaffee und ein Stück Kuchen und erstanden noch ein Rotwein-Walnuss-Brot, bevor wir uns wieder auf die Räder schwangen. 

Malerazubi Kuno oder auch: Das Nachbarhaus wurde neu gestrichen ;)


Blick auf Linz am Rhein



Wenig später erklangen hinter uns Glöckchen und wenig später überholte uns weder eine Kuh noch ein Schaf, sondern ein Radfahrer mit einem fröhlichen „Mäh“ auf den Lippen. Okay, da wollte wohl jemand allzeit freie Fahrt. Skurril, aber effektiv. Über Dattenberg ging es weiter nach Bad Hönningen, wo wir den Rhein ebenfalls mit einer Fähre wieder zurück überquerten. In Bad Breisig erwischte uns ein Regenschauer, wir stellten uns an der Promenade kurz unter, konnten aber schon nach wenigen Minuten weiterfahren. Wir machten dann noch einen Schlenker nach Sinzig, das nahe der Ahrmündung in den Rhein liegt. Der direkte Radweg Richtung Bad Neuenahr ist noch nicht wiederhergestellt, daher mussten wir anschließend wieder zurück nach Kripp bzw. an den Rhein und von dort aus zurück. In der Sinziger Innenstadt steppte nicht gerade der Bär, doch wir fanden dennoch einen heimeligen Buchladen, in dem auch lokaler Wein verkauft wurde. Dann radelten wir wirklich zur Ahrmündung und ab Kripp wieder zurück nach Neuenahr. Dort machten wir eine Pause, kauften noch eine Ansichtskarte (für Oma), bevor wir im Supermarkt noch ein paar Lebensmittel kauften und diese an der Ferienwohnung abluden. Uns blieb noch Zeit bis zum Ladenschluss aka Abgabezeit der Räder und so machten wir noch einen Schlenker eigentlich um Honig zu kaufen. Doch der Weg nach Grafschaft hätte an einer vielbefahrenen Landstraße entlanggeführt, also nahmen wir Abstand davon, fanden jedoch einen Erdbeerstand am Erdbeerfeld, kamen dann noch an der Vinothek der örtlichen Winzergenossenschaft Dagernova vorbei und kauften nach dem Probieren noch zwei Flaschen Wein. Gegen kurz vor 18 Uhr brachten wir die Räder nach 60 Kilometern zurück. Auf dem Fußweg heim suchten wir einen Imbiss auf und nahmen uns das Abendessen mit in die Ferienwohnung. Gemütlicher Tagesausklang mit Erdbeeren und Wein. Wir schliefen später beim köstlichen Duft unseres Rotweinbrots ein, welches in seiner Papiertüte die gesamte Ferienwohnung aromatisierte. 


Promenade in Bad Breisig, Blick auf Bad Hönningen

Marktplatz Sinzig

Ahrmündung in den Rhein


Mittwoch, 29. Mai

Schlechtes Wetter war angekündigt, mehr oder minder Regen den ganzen Tag. Beim Aufwachen war es zwar grau, aber trocken und so überlegte ich schon im Bett liegend, ob wir nicht doch nochmal wandern könnten. Auch nach dem Frühstück war es noch trocken, die Prognose auch nicht mehr so verheerend und so packten wir die Regenjacken ein, beschlossen, schlammige Waldwege auszusparen und ansonsten das Beste zu hoffen. Wir nahmen dieses Mal – dank Gästekarte gratis – den Bus (aka Schienenersatzverkehr) Richtung Ahrbrück und stiegen in Dernau aus, also quasi da, wo wir zwei Tage zuvor umgekehrt waren. Dort schlugen wir uns einmal mehr in die Weinberge und folgten dem Rotweinwanderweg erst nach Rech und dann nach Mayschoß. Wir bekamen ein paar Tropfen Regen ab, war aber nicht der Rede wert und die Jacken schnell wieder ausgezogen. Wieder konnten wir schon von oben aus den Weinbergen zahlreiche Baustellen sehen, vor allem in den Ahrschleifen, wo die Fluten die komplette Infrastruktur – Straßen, Gleise, Fahrradtunnel, Kläranlage usw. – weggerissen hatten, aber auch in den Ortschaften. Gerade in den kleineren Orten ist auch drei Jahre nach der Ahrflut richtig viel kaputt. Oben in den Weinbergen dagegen die totale Idylle. Oberhalb von Rech stießen wir auf einen Weinautomat – upsi. Klar, dass wir eine Flasche (Blanc de Noir) mitnahmen. Kurz vor Mayschoß leerten wir diese dann in der Korbachhütte sitzend bei einem Müsliriegel. Die zerstörte Kläranlage hat inzwischen unüberhörbar ein Trupp Frösche für sich erobert. In Mayschoß liefen wir runter und in den Ort, denn die dortige Winzergenossenschaft bot um 14 Uhr eine Kellerführung an. Zuvor besuchten wir den örtlichen Bäcker im „Brotvisorium“ – denn auch das Café zwei Häuser weiter ist aktuell noch eine Ruine. Im Mayschoß selbst dürfte die Hälfte der Erdgeschosse nach wie vor nicht nutzbar sein, man sieht noch viel Sanierungsstau. Auch die Hauptstraße war gesperrt, aktuell werden Frischwasserleitungen neu verlegt. Wir waren mit der Verkäuferin ins Gespräch bekommen und erfuhren daher so einiges über den Ort, bei Weitem nicht nur über die Flut und ihre Folgen. Die anschließende Kellerführung wurde eine Privatführung für Daniel und mich. Auch die Winzergenossenschaft Mayschoß Altenahr hat die Flut getroffen. Die Gebäude werden – bis auf die Keller und einige Produktionshallen – ab dem kommenden Montag komplett abgerissen und neu gebaut. Unser Führer, selbst ehemaliger Hobbywinzer, zeigte uns die Holz- und Stahltanks sowie die Abfüllung und wir zögerten nicht, ihn mit Fragen über die „älteste Winzergenossenschaft der Welt“ zu löchern. Nach der Führung gab es eigentlich ein Glas Wein – wir waren anscheinend nicht ganz unsympathisch und an der Sache interessiert und durften ein wenig mehr probieren. Wir hatten auch Glück, dass ein paar Flaschen mit besserem Rotwein fast leer waren. Je zwei Flaschen Frühburgunder und Riesling traten dann auch den Weg in unseren Rucksack an. 


Dernau

Rech

Huch

Da steht schließlich "drücken", oder?

Mehr Baustellen

Die Saffenburg

Wohl doch ausreichend gedrückt

Weinberge über Mayschoß

Ahrschleife, links das zerstörte Klärbecken, rechts Mayschoss



Die Abrissbagger sind bestellt.


Anschließend gönnten wir uns noch eine Pizza in einem vor wenigen Wochen wiedereröffneten Imbiss – auf Empfehlung der Bäckereiverkäuferin und auch der Architektin des Hauses, die uns die Pizza noch einmal extra ans Herz legte. Wir trafen ohnehin nur nette Menschen an der Ahr. Nach der Pizza war es zu spät für den SEV zurück, eine Stunde wollten wir auch nicht warten und so liefen wir durch die Weinberge (aktuell noch kein Fußweg an der Hauptstraße) zurück nach Rech und dann auf anderem Weg nach Dernau, um von dort den Bus zu nehmen. Tagesbilanz: 14,5 km plus ca. 2 km in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Abends Milchreis. Und zehn Minuten nach unserer Rückkunft fing es an zu schütten. Wir kleinen Glücksritter… 

Man beachte das blau-weiße Schild an der Hausfront - mutmaßlicher Pegelstand bei der Ahrflut 2021


Feierabend

 


Donnerstag, 30. Mai

Leider schon wieder das Ende unseres Kurzurlaubs an der Ahr. Doch eines ist sicher, es wird aus mehreren Gründen nicht der letzte Ahrurlaub gewesen sein. Zunächst haben wir nur etwa das halbe Ahrtal gesehen, den Abschnitt von der Mündung bis Mayschoß, der Teil ab der Quelle bis nach Altenahr fehlt uns also noch. Auch würden wir gerne den Ahrtalradweg komplett abfahren, aktuell ist das noch nicht wieder möglich. Aber auch darüber hinaus hat es uns an der Ahr ausnehmend gut gefallen. Die netten Begegnungen erwähnte ich schon. Ebenso sagte uns die Landschaft zu, etwas wildromantisch, immer mal wieder ein Dorf, jede Menge Wein – wirklich sehr schön und aus unserer Sicht mit Blick auf die Natur vorn dabei bei den deutschen Weinanbaugebieten. Der Wein schmeckt natürlich ebenso, allerdings maßen wir uns da kein Ranking an. Wir haben bisher immer etwas gefunden, was uns schmeckt. An der Ahr gefiel uns besonders der Frühburgunder.

Wir genossen ein letztes Frühstück mit den Resten des Rotweinbrots, dann packten wir unsere Siebensachen zusammen und beluden das Auto. Zu guter Letzt holten wir bei unseren Gastgebern noch den gekauften Wein ab und quatschten uns erst einmal fest. Schließlich machten wir uns doch auf den Heimweg – gern kommen wir bei passender Gelegenheit wieder, auch zum Weingut Peter Lingen.

Auf dem Heimweg legten wir noch einen Zwischenstopp an der Burgruine Ardeck nahe Diez bzw. Limburg ein, umrundeten diese und stiegen passend zum nächsten Regenschauer (Glücksritter halt) wieder ins Auto für den Rest des Weges.