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| Niko an der Edersee-Staumauer |
Montag, 12. Oktober
Nachdem es im vergangenen Jahr mit dem Familienurlaub aus terminlichen Gründen nicht geklappt hat, gab es 2026 einen neuen Anlauf. Babybedingt hatten wir uns für einen Urlaubsort auf halber Strecke zwischen Beelen und Kelsterbach entschieden. Den Kellerwald kannten wir ohnehin noch nicht und auf der Durchfahrt war die Gegend stets attraktiv erschienen. Eine erschwingliche und passend große Ferienwohnung war auch recht schnell gefunden und so hieß es, Altenlotheim, wir kommen. Doch zunächst hieß es Packen. Das kann schon einmal einen Vormittag lang dauern, wenn man nicht nur für sich selbst, sondern auch für Klein-M packen muss. Erfordert ein wenig mehr Vorbereitung und Gehirnschmalz. Kurz nach Mittag rollten wir los, der Beelener Trupp kam vor uns an und richtete sich schon einmal ein. Die Ferienwohnung erwies sich als nahezu perfekt ausgestattet, einziges Manko: die Betten, die waren eindeutig zu hart. Daniel, Mama und ich genossen zunächst einen Kaffee auf dem Balkon, während wir der Rückkehr von Simon und Papa harrten, die im Nachbarort einkaufen waren. Später machten wir noch einen kleinen Rundgang, um Ort und Umgebung zu erkunden. Abends gab es Nudelauflauf und Spiele.
Dienstag, 13. Oktober
Wie üblich entschied Mia über Aufwach-, Aufsteh- und Frühstückszeit. Nachdem sie fertig war, hieß es Kaffee kochen und Frühstück für die Großen. Bereits abends zuvor hatten wir entschieden, uns an einer 10 Kilometer-Wanderung zu versuchen und mal zu schauen, was Mia davon halten würde. Nach Mias zweitem Frühstück (Milch), schnallten wir sie in die Trage – zum ersten Mal bei Daniel – und machten uns auf die „Fahrentriesch-Route“, die mehr oder minder direkt an der Haustür startete. Der Weg führte uns bergan hinein in den Nationalpark Kellerwald, hinauf zum Fahrentriesch, eine der größten grasbewachsenen, früher zwischenzeitlich ackerbaulich genutzten Flächen, auf einer der zahlreichen Hochplateaus im Nationalpark. Umgeben werden die Triesche von Buchenurwäldern, daher sind Teile des Kellerwaldes auch seit 2011 UNESCO-Weltkulturerbes. Mia hielt die 10 Kilometer gut durch. Danach war es aber auch Mittag und dringend Zeit für einen Gemüsebrei. Außerdem waren ihre Beine ganz schön kalt. Werner und Simon drehten noch eine Runde mit dem Gravelbike, Daniel, Mama, Mia und ich machten nachmittags noch einen Spaziergang durch Altenlotheim. Abends Kartoffeln aus dem Backofen und Gemüsepfanne.
Mittwoch, 14. Oktober
Morgenbrei, Papa und ich fuhren Einkaufen und Brötchen holen, dann Frühstück für Erwachsene. Nach Mias 10 Uhr-Milch fuhren wir mit den Autos los zur Staumauer des Edersees. Nach einer halben Stunde Fahrt erreichten wir Edertal, wo sich neben der Mauer selbst auch ein Informationszentrum und ein paar Einkehrgelegenheiten befinden. Zunächst bestaunten wir den dürrebedingt zwar nicht leeren, aber mit nicht sehr viel mehr als einer Pfütze ausgestatteten Edersee. Die Staumauer konnten wir mit Buggy leider nicht komplett ablaufen, da gerade Wartungsarbeiten im Gange waren und der verbleibende Platz daneben nicht ausreichte. Wir drehten eine Runde durchs Infozentrum, bevor Simon seine sechs Jahre alten Currywurstschulden endlich bei uns einlöste. Nach einer Breipause am Auto fuhren wir weiter zum Baumkronenpfad nur vier Autominuten weiter. Dort lernten wir unter anderem, wie viele Meter Laub in 25 Jahren zusammen kommen würden, wenn das Laub nicht verrotten würde (ca 2,5m) und dass eine Buche ca. 1200 m² Blätter hat. Weiterhin gab es jede Menge Wissenswertes über die Bewohner der Baumkronen, sowohl tierischer als auch pflanzlicher Art. Und noch ein Fun Fact zum See: Er wurde nie eingeweiht. Kaiser Wilhelm II sollte dies zwar tun, doch brach zwei Wochen vor der geplanten Einweihung der 1. Weltkrieg aus.
Nach den Baumkronen ging’s zurück zur Ferienwohnung. Werner, Simon und ich machten noch einen einstündigen Waldlauf, bevor es Linsencurry zum Abendessen gab.
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| Laufstrecke |
Donnerstag, 15. Oktober
Üblicher Ablauf am Morgen, dann bekamen wir irgendwie die Kurve nicht so recht. Mia war unzufrieden und letztlich lief es darauf hinaus, dass Simon und Werner eine größere Radtour machten und Mia auf mir einschlief. Später buken wir Kuchen und zogen dann nach Mias Mittagsbrei noch auf eine gut 8 Kilometer lange Runde mit Mia in der Trage los. Wir liefen zur Quernst hinauf. Dort steht, ebenfalls auf einem Hochplateau eine wiedererrichtete Kapelle. Zu früheren Zeiten hatte es in den höheren Lagen Siedlungen gegeben und in dem Zusammenhang auch eine Kirche. Irgendwann wurden die Siedlungen aufgegeben und die Kapelle als Baumaterial benutzt, bevor man die Kapelle vor knapp 20 Jahren wieder aufgebaut hat. Abends Pizza.
Freitag, 16. Oktober
Mia veranstaltete um 3:44 Uhr Party, damit war die Nacht für Daniel vorbei, während Mia und ich irgendwann weiterschliefen. Daniel setzte mit Mia dann in Sachen Aktivitäten aus, auch um ein Schläfchen einlegen zu können. Wir planten um und wanderten die 9 Kilometer zum Nationalparkzentrum im Kirchlotheim, statt mit dem Auto dorthin zu fahren. Im Nationalparkzentrum gab es Wissenswertes zu Entstehung, Topografie von Wald und Wildnis sowie der Tierwelt zu erfahren. Wirklich klasse war das Rundumkino mit mehreren Stationen zum Start, im Mittelteil gab es eher spielorientierte Stationen, der 4D-Film am Ende war etwas überdreht, man könnte auch sagen, in die Jahre gekommen. Nach dem Museum gönnten wir und noch Kaffee und ein Stück Kuchen, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Danach war’s auch schon wieder fast 17 Uhr. Abends noch einmal buntes Pfannengemüse mit Ofenkartoffeln und Spieleabend.
Samstag, 17. Oktober
Frühstück, Aufräumen und Abreise


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