Dienstag, 16. Oktober 2018

Niko erobert... Opelzoo Kronberg (289)

Am Wochenende hatten wir Familienbesuch. Anlass war ein Geschenk zum "90." Geburtstag im Sommer, dessen Einlösung am Samstagabend anstand. Da Niko Anfang des Jahres aber schon einmal in Eltville war, habe ich im Kloster Eberbach auf einen weiteren Niko-Post verzichtet. Dafür gibt es aber einen Kurzbericht vom Sonntag. Wir machten etwas total Klassisches, zumindest ist ein Zoobesuch das bei uns. Zoobesuche in Münster oder Osnabrück sind absolute Klassiker der Kindheit. Und so spricht ja nichts dagegen, so etwas auch im fortgeschritteneren Alter immer wieder mal an neuen Orten zu wiederholen - im Opelzoo waren vier von fünd Exkursionsteilnehmern noch nie und der fünfte auch schon seit mehr als 20 Jahren nicht gewesen. Das Wetter hätte nicht besser sein können und es gab viel zu gucken:


Familienfoto mit Elefant

Chill mal, ist Sonntag!

Der Herbst... nicht mehr zu verleugnen

Panorama mit Skyline

Obacht! Ganz und gar nicht verschlafene Erdmännchen - denen entgeht nichts!

Dagegen entgeht der Giraffe kein Halm

Präsentation im Sonntagsstaat

Samstag, 13. Oktober 2018

Niko erobert... alten Schrank (288)

Endlich hat es geklappt, nachdem wir ein halbes Jahr lang mehr oder minder aktiv danach gesucht haben. Wir haben endlich einen alten (!) Schrank, der 1. von den Maßen passt, 2. nicht sündhaft teuer war, 3. uns gefällt, 4. nicht reparaturbedürftig ist und 5. transportierbar war!



Die Inneneinrichtung ist somit fast abgeschlossen, fehlt nur noch der von Papa gebaute (Schreib-)Tisch und eine über Ebay geschossene Truhe, die aber ebenfalls noch in der Werkstatt steht, aber das sind eher Kleinigkeiten, denn die ganzen Kisten sind jetzt weg!

Nun noch ein bisschen Ordnung schaffen, dann haben wir uns ne Flasche Schampus verdient!

Vorerst gibt's erst mal "nur" das hier ;)


Mittwoch, 3. Oktober 2018

Niko erobert... Rüdesheim (286)

Wir hatten uns heute ziemlich was vorgenommen - eine Radtour nach Rüdesheim. Das Wetter war glücklicherweise besser als es in den letzten Tagen den Anschein hatte. Sonne, Wolken, Temperaturen zwischen 12 und 16 Grad, nur der Gegenwind war etwas unpraktisch, aber zu erwarten, da der Wind ja doch meist aus nordwestlicher Richtung pustet.


Gegen 10 Uhr starteten wir von daheim und fuhren erst einmal am Main entlang. In Mainz-Kastel machten wir den ersten Zwischenstopp beim Flohmarkt im Bürgerhaus. Dann ging es weiter am Rhein lang durch Biebrich, Schierstein, Walluf und Eltville, wo wir eine Mittagspause einlegten.

Niko vor dem Biebricher Schloss
 
Pause am Rhein


Mit Brötchen und Kuchen gestärkt ging's dann weiter durch Oestrich-Winkel, Geisenheim bis zum Quasi-Ziel Rüdesheim. Dort kamen wir gegen viertel nach zwei an.

Fast da

Adlerturm

Kaffeepause mit Aussicht
Da es noch recht früh war, nahmen wir die Fähre auf die andere Rheinseite (nach Bingen), wo wir uns wieder auf die Räder fahren und noch ein paar Kilometer den Rückenwind bis nach Ingelheim genossen. Dort machten wir dann radtechnisch Schluss und beschlossen die Tour auf dem dortigen Rotweinfest. Das war aber sehr zahm. Anschließend ging es mit der Bahn heim und nach 74,81km genossen wir dann daheim die wohlverdiente Pizza!

Überfahrt

Blick auf Rüdesheim

Und auf die andere Seite: Bingen


Nochmal ein abschließender Blick auf...

...Rüdesheim

Ingelheim




Montag, 1. Oktober 2018

Niko erobert... Besuch bei der Eintracht (285)


Ein Spiel von Eintracht Frankfurt zu besuchen, stand schon lange auf der Wunsch- oder To Do-Liste. Jetzt haben wir es endlich einmal geschafft. Zu Dortmunder Zeiten hatte ich ja eine absolut luxuriöse Entfernung von der Wohnung zum Stadion - maximal zwei Kilometer - je nach gewählter Route. Das kann ich jetzt nicht unterbieten. In Spaziergangentfernung ist das Frankfurter Stadion nicht, aber immerhin in Radentfernung, ca. 10-11 Kilometer. Also machten wir uns gestern am frühen Nachmittag im Sattel der Drahtesel auf den Weg durch den Schwanheimer Wald. Den kenne ich ja ziemlich gut, da meine Laufstrecke hindurch führt, aber zum Radeln sind die Schotterpisten nicht so wirklich geeignet - selbst beim Laufen ist das stellenweise sehr unkomfortabel. Aber wir sind heile hin- und auch wieder zurückgekommen.


Am S-Bahnhof Stadion angekommen, ketteten wir unter den wachsamen Blicken der Bundespolizei erst einmal die Räder an und begaben uns dann ins Getümmel. Auf dem Weg zum Stadion selbst waren die üblichen Verkaufsstände zu finden. Mobile Ticketverkäufer fragwürdiger Berechtigung habe ich zumindest mal keine gesehen. Ein Zeichen dafür, in welcher Region man sich befindet, ist, dass es entlang der Strecke nicht nur Wurst und Bier, sondern auch Apfelwein und Wein zu kaufen gab. Im Stadion selbst gibt's immerhin auch sauer gespritzten Apfelwein, damit war ich schon mal sehr zufrieden.

Ansonsten weiß ich zum Stadion selbst nichts weltbewegendes zu berichten. Die Frankfurter Kurve machte gut Stimmung, das ganze Spiel über quasi pausenlos. In puncto "geballte Massenpräsenz" schafft sie es zwar nicht, die "Gelbe Wand" zu toppen - die aber auch tribünenbauliche Vorteile hat - aber ca. 100 Minuten Unterstützung dauerhaft sind dann doch schon ein ordentliches Pfund, mit dem man wuchern kann. Das Spiel selbst hätten wir uns kaum besser aussuchen können.




Ein 4:1 gegen Hannover, gleich fünf Tore insgesamt, das hätte ich vorher nicht gedacht. Ok, das Spiel zu gewinnen, war aus Frankfurter Sicht Pflicht, die ersten 25 Minuten waren auch noch eher anstregend, aber dann wurde es schwungvoll und torreich - Ante Rebic machte dabei oft den Unterschied.

Sonntag, 30. September 2018

Niko erobert... neue Altstadt Frankfurt (284)

Neue Altstadt - klingt paradox, ist es auch. Wer mehr wissen will, sei beispielsweise an Wikipedia verwiesen. Die FR hat sich aber auch sehr umfangreich dem Thema gewidmet. Die Kurzfassung (also ganz kurz) ist: Ein historisches Viertel, welches nicht mehr existent war, wurde neu aufgebaut, aber in historisierender Form. Kann man finden, wie man will. Ich bin da etwas zwiegespalten. Wie auch immer.

Jedenfalls findet dieses Wochenende ein Fest rund um die offizielle Eröffnung der neuen Altstadt statt. Gestern Abend sind wir mal kurz gucken gewesen.

Es wurde schon dunkel, da mussten wir uns beeilen, noch schnell ein paar Fotos zu machen, auf denen was zu erkennen ist.
 

Jedem sein Fenster zum Gucken...

...denn auf dem Römer traten gemeinsam die hr Big Band und Laith Al Deen auf.


Donnerstag, 20. September 2018

Georgia on my Mind - Reisebericht Teil 3



Freitag, 14. September

Back to normal business am Morgen. Wir starteten mit dem obligatorischen Müsli respektive Omelette in den Tag. Die Planung der letzten beiden Tage hatten wir glücklicherweise schon am Abend zuvor gemacht. Dabei war schon klar gewesen, dass wir nicht alles, was wir gern sehen würden, schaffen würden. Also hieß es Prioritäten zu setzen. Das bedeutete, dass z.B. die CNN Studio Tour rausfiel – bestimmt spannend, aber nun auch nichts, was man noch nie gesehen hätte, zumindest nicht mit einem Journalistikanteil im Studium. Ebenso ließen wir das Aquarium, immerhin das zweitgrößte der Welt, links liegen und noch ein paar weitere Sachen, die ich mir bei ein paar Tagen mehr noch sehr gut hätte ansehen können.
Das erste Tagesziel war jedoch Tanken, da die Anzeige mittlerweile blinkte. An der ersten Tankstelle probierten wir drei Kreditkarten durch und keine einzige funktionierte. Wohlgemerkt, wir waren drin und haben es nicht an der Tanksäule selbst probiert. Also nächste Tankstelle. Dass es dort direkt beim ersten Anlauf klappte, lag es wohl nicht an uns. Für 15 Dollar getankt und ab ging es wieder Richtung Downtown. Ziel war die Martin Luther King Jr. Historical Site – ein Must see, fanden wir. Netterweise war dort nicht nur das Parken frei, sondern auch der Eintritt in alle der immerhin fünf Teile der Anlage. Wir starteten mit dem Visitor Center, bzw. wollten dies tun, blieben jedoch direkt am Counter hängen, wo man sich für einen Besuch des Geburtshauses anmelden konnte. Es war sieben vor zehn und eine Tour startete genau um zehn. Also die Beine in die Hand genommen und nichts wie hin. Kurioserweise setzte sich ein Trend fort, den wir die ganze Reise über beobachteten, außer vielleicht bei Coca Cola – außer uns waren sehr wenig Touristen unterwegs. Und von denen, die wir trafen, war wiederum gefühlt die Hälfte von der Evakuierung wegen des Hurricanes betroffen. Für uns natürlich sehr angenehm leer. Ranger Daniel führte uns durch Martin Luther Kings Geburtshaus. Eine sehr schöne Tour, wenn man sich erst mal akustisch eingehört hatte, das erforderte doch etwas Konzentration. In dem Haus waren ca. 30 % der Einrichtung original von der Familie King, der Rest stammt aus der Zeit, war aber sehr liebevoll gemacht und ebenso mit Liebe zum Detail und zur Geschichte erzählt. Etwa eine Dreiviertelstunde dauerte die Führung. Anschließend sahen wir uns die Begräbnisstätte Martin Luther Kings und seiner Frau Coretta an – das war dann wieder ultraamerikanisch wie man sich das vorstellt. Wir hatten daraufhin noch eine knappe Stunde Zeit für das Museum, was dann die Lücke zwischen Kindheit und Tod schloss – erzählt vor allem mithilfe von Zitaten von „MLK“ selbst. Sehr gut fand ich den sehr nüchternen Ansatz der Präsentation, es bedurfte einfach keiner Ausschmückung um Wirkung zu entfalten. 

"Shotgun Houses"

Auf ins Geburtshaus von "MLK"

Das Haus von vorn

Grabstätte

Anschließend war es Zeit, Sabrina zur Konferenz zu bringen. Ich bespaßte mich für die kommenden drei Stunden dann selbst, indem ich das Atlanta History Center besuchte. Kleine Randbemerkung: Je länger ich vor Ort war, umso mehr begann mir der amerikanische „Umgangston“ oder vielleicht auch die Art zu gefallen. Ich hätte nicht unbedingt gedacht, dass dies ein Fazit der Reise sein würde, aber ich habe wirklich Lust, wieder herzukommen. Locker, freundlich, viel weniger steif und in mancher Hinsicht einfach unterhaltsamer als in Deutschland. Auch wenn man eine gewisse Oberflächlichkeit sicher unterstellen darf, es schadet ja keinem, einfach freundlich zu sein.
Aber zurück zum Thema: Im Atlanta History Museum interessierte mich als allererstes der Civil War. In dieser Ausstellung habe ich auch die weitaus meiste Zeit verbracht. Auch hier gefiel die objektive und sachliche Aufbereitung ausnehmend gut, die ich so nicht unbedingt erwartet hätte. Ferner sah ich mir die Ausstellung über Indianer in Georgia an, in erster Linie die Creeks und Cheerokee. Einige andere Ausstellung über einen Golfer aus Atlanta usw. sparte ich mir. Kurz schaute ich in Stories of Atlanta hinein, dann zog es mich noch hinaus in den riesigen Museumsgarten – eine Art grüne Lunge mitten in der City. Die Zeit war so weit fortgeschritten, dass ich dort nur noch eine Villa aus den 1940ern schaffte, dann hieß es zurück ins Auto, Sabrina abholen und ab in die Mall. Naja, wir schafften in anderthalb Stunden genau einen Shop…


Natürlich erfolgreich. Anschließend war ich quasi dann der interdisziplinäre Gast auf der Konferenz, zum Award Dinner, auch nicht schlecht. Essen war gut, vor allem das Nachtischbuffet lud zum Probieren ein, Favorit war der Chocolate Pecan Cake. Als das Essen beendet war, zogen wir noch mit einer größeren Truppe weiter in die nahe gelegene Industry Tavern. Als wir schließlich aufbrechen wollten, machten wir noch eine witzige Entdeckung. Eine der Doktorandinnen der Georgia State wohnte im selben Apartmentkomplex wie wir. Klar, eine Stadt mit 3 Millionen Einwohnern und wir treffen jemanden auf der CIMaR, der – fest – im gleichen Apartmentkomplex wohnt…




Eingang der Civil War Ausstellung

Atlanta History Center Rückansicht

Swan House

Samstag, 15. September

Letzter Tag! Wie schade. Der Morgen begann dementsprechend mit Aufräumen und Packen, eher weniger spannend und berichtenswert. Mit dem Frühstück hatten wir auch unsere Vorräte aufgebraucht, das passte also. Gegen kurz vor zehn brachen wir auf, legten noch schnell einen Zwischenstopp beim Kroger’s ein, um m&m’s zu kaufen und machten uns auf den Weg zum Stone Mountain National Park östlich von Atlanta. Eine halbe Stunde Fahrt war es nur. Wir hatte befürchtet – die Internetseite war da jetzt nicht so hilfreich – pro Person 35 Dollar bezahlen zu müssen, um auf den Stone Mountain zu kommen, da im Internet nur der All Attractions Pass aufgeführt war. Die Aktivitäten rund um den Berg waren aber sehr viel zahlreicher, so viel Zeit hatten wir aber nicht. Die nette Dame an der Kasse offerierte uns aber ein Ticket nur für die Seilbahn für etwa die Hälfte, das klang doch schon sehr viel besser. Wir hätten auch einfach laufen können, hatten aber keine Lust erst bei 33 Grad auf den Berg zu laufen und anschließend verschwitzt in den Flieger zu steigen. Das Geld war aber sehr gut investiert, denn die Aussicht von Stone Mountain – größter grauer Monolith von irgendwas /-wo auf Atlanta und die Gegend war absolut klasse. Wieder unten sahen wir uns noch ein wenig bei den Attraktionen um. Sehr faszinierend fand ich auch eine Glasbläserei. Wir fuhren dann noch eine Runde mit dem Auto um den Berg, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machten, immerhin noch einmal eine 40-minütige Fahrt. Wir mussten ja auch noch den Mietwagen abgeben und den Shuttle zum International Terminal finden. Wie immer, wenn man frühzeitig da ist, klappte alles reibungslos und wir waren knappe vier Stunden vor Abflug am Terminal :D Naja, besser so als anders herum. Also erstmal in Ruhe Shorts und Top gegen den Jogger tauschen, Gepäck abgeben – deutlich mehr Gewicht als auf dem Hinflug natürlich, aber passte alles – und los gings. Wir hatten dann nach dem Sicherheitscheck auch noch ausreichend Zeit für ein Mittagessen, bevor es halbwegs pünktlich um kurz nach achtzehn Uhr in die Luft ging. 



Bester Blick auf Atlanta



Lok aus den 1940ern