Sonntag, 10. Oktober 2021

Niko erobert... Oestrich-Winkel (386)

Niko war on Tour im schönen Rheingau. Wie unschwer zu erkennen, stammen die Bilder nicht von diesem Wochenende, da hätte die Sonne geschienen ;)



Aber der Rheingau ist auch bei trüben Wetter schön - hier der Ausblick vom Schloss Johannisberg auf den Rhein


Weinberge zur Lesezeit


Blick auf das Schloss Johannisberg von hinten. Auf der linken Seite gehts zum Restaurant


Schloss Johannisberg von vorn, schon sehr beeindruckend und tipptopp gepflegt.


Samstag, 11. September 2021

Postposts: Kräuteroverload - ungewöhnliche Trinkgelder (12)

Dass wir im Sommer das eine oder andere Mal Gemüse und Obst geschenkt bekommen, habe ich ja bereits erwähnt. Ich habe von Chillis, Gurken, Tomaten, Zucchini, Birnen und Äpfeln berichtet. Auch den einen oder anderen Kürbis gab es schon. 1 Kilo Kräuter hatten wir aber noch nicht und auch der Spitzkohl, der kommende Woche noch verarbeitet werden muss, ist eine Premiere.




Ausbeute des Wochenendes:

525 g Schnittlauch

365 g Petersilie

49 g Rosmarin

Ab in den Gefrierschrank. Dauert ganz schön lange alles wegzuarbeiten, lohnt aber bestimmt.

Sonntag, 29. August 2021

Niko erobert... Stromberg (385)

Leider waren wir zu früh für die Ernte:

Hier wachsen Pflaumen, Zwetschgen, um genau zu sein. Stromberg (Ortsteil von Oelde) ist nämlich die Pflaumenoase des östlichen Münsterlandes. Anlässlich eines Besuchs aus Frankreich besuchten wir dort einen Aussichtspunkt.

Ortswechsel, Warendorf. Gleicher Anlass, anderer Fokus: Münsterländer "Traditionen" und Typen, hier: rund ums Schützenfest, gesehen bei einer Ausstellung des Künstlers Peter Menne im Alten Rathaus in Warendorf





Freitag, 6. August 2021

Niko erobert... Haßloch (384)

Nach HArzburg kommt HAßloch, zumindest wenn man nach dem Alphabet deutscher Rennbahnen geht. Das Pferde eine klitzekleine Rolle in unserem (Freizeit-)Leben spielen, dürfte im Rahmen dieses Blogs bisweilen aufgefallen sein. Und so passte die Reihenfolge nicht nur alphabetisch, sondern auch chronologisch. In normalen Zeiten wären wir zugegebenermaßen kaum auf die Idee gekommen, einen Renntag in Haßloch dem Preis der Diana in Düsseldorf im Sinne der Anwesenheit vorzuziehen, aber ungewöhnliche Zeiten führen zu unerwarteten Dingen. So kam es, dass wir am Samstagabend, u.a. aufgrund der nur sehr begrenzt noch verfügbaren Tickets Samstagabend entschieden, nach Haßloch zu fahren. 

 


Eine sehr gute Idee, wie sich herausstellen sollte. Eine gemütliche Stunde Autofahrt führte uns in die Pfalz. Wir fanden noch ein Plätzchen fürs Gefährt am Straßenrand in kurzer Entfernung zur Bahn und stürzten uns ins Grüne. 5.000 Zuschauer waren zugelassen, die Bahn gut besucht, aber nicht übermäßig voll. Das Geläuf präsentierte sich nach dreijähriger unfreiwilliger Rennpause (erst Wildschweine, dann Corona) in besserem Zustand als zuvor und so war alles gerichtet für ein Rennsportfest auf "Basisniveau". Für das kulinarische Wohl war vielfältig zu zivilen Preisen gesorgt und für die volksfestartige Stimmung sorgte auch der Sieg der vor Ort trainierten Raquelle. Ein schöner Ausflug, den wir bei Gelegenheit gern wiederholen.



Montag, 26. Juli 2021

Harz 2021 - ein kleier Reisebericht

Dienstag, 20. Juli

Aufbruch in den wohlverdienten Kurzurlaub. Dieser startete allerdings mit Hindernissen. Wir brachen zwar wie geplant um 8.30 Uhr auf, kamen jedoch erst einmal nicht besonders weit. Wir gerade auf der Autobahn, als eine Kontrollleuchte im Auto wild zu blinken begann. Ein kurzer Blick in die Bedienungsanleitung ließ Ungemach vermuten: Suchen Sie umgehend eine Werkstatt auf. Also wieder runter von der Autobahn. Ein Neustart des Autos sorgte leider nicht für Abhilfe, also leisteten wir dem Gebot der Stunde Folge und hielten bei der nächsten Werkstatt – in Frankfurt übrigens. Konsequenz: 15 Kilometer gefahren und erstmal Pause. Eine Stunde verging bis zur Fehleranalyse, vier weitere Stunden, bis die benötigten Ersatzteile vor Ort und eingebaut waren. Wir kennen den Frankfurter Brentanopark jetzt ziemlich gut. 

Leider noch kein Harz, aber der Frankfurter Brentanopark ist auch ganz schön...
 

Gegen 14 Uhr war alles behoben, Kuno hat eine neue Zündspule und wir konnten Versuch Nummer 2 starten. Dieser war ungleich erfolgreicher, wir kamen gut durch und erreichten Goslar um 17.30 Uhr – zwar fünfeinhalb Stunden später als gedacht, aber besser spät als nie.

Nach dem Einchecken in der Unterkunft zog es uns in die Goslarer Altstadt. Wir kamen unwissentlich genau passend zum abendlichen Glockenspiel um 18 Uhr am historischen Marktplatz an. Das Glockenspiel ist allerdings nichts Historisches, sondern ein 1968 von der Preussag AG gestiftetes Stück zum (vermeintlichen) 1000jährigem Jubiläum des Bergbaus in Goslar. Also eher Spektakel und Historismus, aber ganz witzig anzusehen. Danach gingen wir erst einmal bei Nathans Curryhaus hervorragend indisch essen, schlenderten anschließend noch ein wenig durch die Altstadt und ließen den Abend anschließend bei einem Gläschen Wein ausklingen.

 

Spotted: Der Dukatenscheißer

Das Rathaus - gerade finden letzte Renovierungsarbeiten statt

Marktplatz

Glockenspiel von 1968: Das Pferd des Kaisers findet Erz und begründet den Bergbau - ist natürlich Quatsch mit Soße, lässt sich aber nett darstellen.
Skulptur "Love and Hate" - Na, wer findet's?

Kuschelnde Fachwerkhäuser?

 

Mittwoch, 21. Juli

Wir begannen den Tag gegen 8 Uhr mit dem Frühstück in der Unterkunft. Dann zogen wir los, um rechtzeitig um 10 Uhr am Marktplatz zu sein, wo wir uns für eine Stadtführung durch die Altstadt angemeldet hatten. Zwei Stunden lang wurden wir äußerst sachkundig von einer Bauforscherin durch Goslar geführt. Wir lernten allerlei über Baustile, Fachwerk, wobei auch einige populäre Irrtümer aufgeklärt wurden. Von zentraler Bedeutung für Goslar sind vor allem die Lage am Hellweg verbunden mit der langen Tradition des Bergbaus, vor allem am Rammelsberg. Die zwei Stunden vergingen wie im Flug, ich hätte nicht gedacht, dass Goslar historisch und architektonisch so spannend und vielfältig ist. 

Sehr typisch: die hohen Fenster wie das rechts zeigen die frühere hohe Dielenhöhe an, gleichzeitig gab es in anderen Gebäudeteilen auch schon Zwischendecken, wie man an den Fenstern links sieht.

Hause der Bäckerinnung

Fachwerkhaus in repräsentativ

Fachwerkhaus für Normalsterbliche

Siemenshaus

Schieferarten und Herkunftsorte bzw. -länder

Kaiserpfalz


 

Im Anschluss machten wir im Marktcafé eine kurze Pause und marschierten dann die etwa 2 Kilometer bis zum Bergbaumuseum Rammelsberg, ebenso wie die Altstadt und das Harzer Wasserregal übrigens seit 1992 Weltkulturerbe. Am Nachmittag fuhren wir mit der Grubenbahn in den Berg hinein und besichtigten einen Stollen sowie anschließend noch das Museum auf dem Gelände. Hier hatten wir übrigens auch ein wenig Glück, denn eigentlich hatten wir die Führung für den Dienstagnachmittag gebucht. Aus bekannten Gründen hat das nicht funktioniert, doch zwei Telefonate später konnten wir freundlicherweise auf Mittwoch „umbuchen“.

Als wir mit Grube und Museum durch waren, war der Nachmittag auch schon vorbei. Wir wollten eigentlich Burger essen, doch es gab keinen freien Tisch mehr, sodass wir beim Griechen landeten. Das war auch gut, außerdem gab’s dort Harzer Bier. Zurück im Gästehaus mussten wir feststellen, dass Daniels Sport Welt (mal wieder) nicht angekommen war, also drehten wir noch eine Runde zum Rewe, wo wir glücklicherweise doch noch fündig wurden. 

 

Auf zur Schicht






Die Grubenbahn mit der wir in den Berg fuhren, führt quasi "ebenerdig" in den Berg hinein, runter ging's dann erst mit dem Aufzug


Donnerstag, 22. Juli

Der erste Renntag des Bad Harzburger Meetings seit 2019 und das ist der Hauptgrund für unsere Tour in den Harz, denn ohne Pferde kann man zwar auch leben, es macht aber deutlich weniger Spaß. Die erste Tageshälfte verlief allerdings noch unpferdisch, denn der Renntag begann erst am Nachmittag. Also folgten wir einer Empfehlung für eine Wanderung im Harz und fuhren ins ca. 35 Kilometer von Goslar entfernte Blankenburg. Dort parkten wir das Auto auf einem Wanderparkplatz und machten uns auf in den Wald. Wir waren routentechnisch etwas planlos, also folgten wir zunächst dem Rundwanderweg Nr. 6, der uns zu den Sandsteinhöhlen – Anlass der Empfehlung – führen sollte. Weil ich dann aber einen Wegweiser direkt zu den Ruinen der Festung Regenstein und ebenso zu den großen Höhlen entdeckte, wichen wir recht schnell davon ab. Wir wurden schnell fündig. Das sieht schon spektakulär aus, mitten im Wald eine Lichtung aus feinstem Sandboden und mittendrin in der Kuhle mehrere imposante Sandsteinhöhlen. Danach folgten wir der Route 6 wieder eine Weile über schöne Waldwege, an einer Kaserne vorbei und trafen erfreulich wenige andere Menschen, fühlte sich sehr nach Urlaub an. Nach circa 4 Kilometern entschieden wir uns dann, von der Route abzuweichen, die uns in einem großen Bogen durch den Wald und irgendwann vermutlich wieder zurück zum Parkplatz geführt hätte. Stattdessen bogen wir Richtung Blankenburg ab und marschierten etwa 3,5 Kilometer bis zum der Stadt namensgebenden Schloss. Schlösser baut man nach Möglichkeit nicht in die Ebene, sondern an den Hang, und so erklommen wir noch zahlreiche Stufen bzw. einen steilen Weg bis zum Aussichtspunkt vor den Toren des Schlosses. Die Zeit reichte jedoch nicht mehr für einen Besuch von innen und so genossen wir nur den Blick ins Tal und machten uns anschließend auf den Weg zum Auto. Dieser führte uns zunächst durchs Städtchen, danach aber durch Wildblumenwiesen, wo die verschiedensten Schmetterlinge eine wilde Nektarparty feierten. Den einen oder anderen mussten wir googlen, ein Kleiner Perlmuttfalter zum Beispiel war uns vorher noch nicht untergekommen.

Reste der Festung Regenstein

Sandhöhlen




Blankenburg von oben

Schloss Blankenburg von außen

Und aus der Ferne

 






Exakt 11,11 Kilometer

Zurück am Auto, ging es dann direkt nach Bad Harzburg zur Rennbahn, der erste von drei Renntagen stand an. Das Besondere an Tag 1, es gab gleich drei der mittlerweile in Deutschland selten gewordenen Hindernisrennen. Diese gingen übrigens allesamt an in Tschechien trainierte Pferde, wenig verwunderlich, denn in Osteuropa spielen Hindernisrennen eine viel größere Rolle. Ungeplant schloss ich flüchtige Bekanntschaft mit einer lebenden Legende, dem ehemaligen Jockey und jetzigem Trainer Josef Vana, der übrigens auch zwei der drei erwähnten Hindernisrennen für sich entschied. Ein sehr freundlicher Kontakt übrigens, der gern für ein kurzes Interview bereitstand.

Der Rest des Tages verlief schön urlaubsentspannt. Zum Ausklang nach dem Renntag waren wir dann noch bei einem Harzburger Italiener, Firenze, angepriesen als Harzburger Institution und das Essen wurde diesem auch gerecht. Zurück im Hotel hieß es Tipps fürs Wochenende ausarbeiten…

Freitag, 23. Juli

Nach dem Frühstück schlossen wir nahtlos an das Ausarbeiten der Tipps an. Dann hieß es auch schon Durchstarten zur Rennbahn, denn die Rennen begannen bereits um kurz vor 11 Uhr. In Bad Harzburg angekommen trafen wir schnell auf Stephie und Barbara. Am Freitag standen 8 Flachrennen bei bestem Rennbahnwetter um die 22 Grad. Abends waren wir noch zu viert in Goslar bei der Butterhanne essen – dieses Mal gutbürgerlich. Dabei wurden natürlich auch Tipps für den finalen Renntag mit nicht weniger als 5 Superhandicaps verglichen.


 
Windbeutel XL für Daniel zum Nachtisch

Samstag, 24. Juli

Eine Mammutkarte mit 12 Rennen, darunter die erwähnten 5 Superhandicaps mit 10.000 Euro für den Sieger und entsprechend vollen Feldern und ein Auktionsrennen. Daher startete der Renntag auch schon um kurz vor elf. Wir frühstückten daher nur, packten unsere Sachen zusammen und fuhren mehr oder minder direkt nach Bad Harzburg. Um halb zehn kamen wir auf der Bahn an, das passiert sonst auch maximal am Derbysonntag. Aber so fanden wir eine Bank im Schatten und konnten erst einmal die ganzen Wettscheine ausfüllen. Es war ordentlich warm, doch zum Glück blieb es bis nach dem letzten Rennen trocken. Erst als wir schon im Auto saßen und Richtung Autobahn unterwegs waren, kam der Wolkenbruch. Bei der Rückfahrt machte sich der frühe Beginn des Renntags positiv bemerkbar, denn wir waren dadurch schon um 20:30 Uhr wieder zu Hause und eine halbe Stunde später gemütlich auf der Couch.