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Sonntag, 10. November 2024

Niko erobert... Tomaten einkochen (433)

Seit einiger Zeit versuchen wir, angesichts möglicher BPA-Belastung des Inhalts Konservendosen zu vermeiden. Das klappt nicht immer, wenn es Alternativen gibt, wählen wir in der Regel diese. Was es allerdings nicht - oder zumindest nicht in den von uns aufgesuchten Läden - aus dem Glas gibt, sind stückige Tomaten. Also haben wir uns in letzter Zeit mit einer Mischung aus passierten und frisch von Hand gehackten Tomaten beholfen. Dauert natürlich länger und so hatten wir schon seit einiger Zeit den Plan, stückige Tomaten selbst einzukochen. Dazu braucht es allerdings erst einmal Material, Gerätschaften und Gelegenheit. Heute war es soweit. 


 

Daniel hatte im türkischen Supermarkt 6,3 Kilo Tomaten für 3 Euro (ja, insgesamt) erstanden. Zum Hintergrund: Es handelte sich quasi um gerettete Tomaten. Der türkische Supermarkt holt bisweilen Obst und Gemüse, das nicht mehr verkauft werden kann, von anderen Märkten ab und verkauft die dann selbst zu geringen Preisen. Man muss dann die eine oder andere schlechte Tomate aussortieren, aber der Ausschuss hielt sich sehr in Grenzen.

Und dann wurde fleißig eingekocht :)

 

 

 

Und ab in Mamas guten alten Einkochtopf!


Samstag, 6. Juli 2024

Kein Sonntagsbrot, aber trotzdem Sauerteig: Hot Cross Buns

Es ist Derbywochenende. Wie nahezu in jedem Jahr (pandemische und Geburtstagsereignisse mal ausgenommen) heißt das: Auf nach Hamburg. Bedeutet auch: ausnahmsweise kein Sonntagsbrot. Aber die Sauerteigreste wollen trotzdem verarbeitet werden und ein bisschen Reiseproviant schadet nicht. Also wurde mal wieder was Neues gestestet. Hot Cross Buns. Allerdings muss man etwas fantasiebegabt sein, um meine Kreuze zu erkennen. Ansonsten: Wow! Sehr fluffig, zum Glück saftig-fluffig und nicht, wie bei Hefeteig häufig der Fall, trocken-fluffig. Durch die Gewürze schön intensiv. Der Aufwand lohnt!

Zutaten

Vorteig

  • 60 g Anstellgut
  • 240 g Dinkelmehl Type 1050
  • 170 g Wasser
  • 30 g Zucker

Hauptteig

  • Vorteig
  • 330 g Dinkelmehl Typ 1050
  • 120 g Wasser
  • 100 g weiche Butter 
  • 1/2 TL Salz
  • 30 g Zucker

Füllung

  • 3 TL Zimt
  • 1 TL gemahlene Nelken
  • 2 EL Orangenmarmelade
  • ½ TL Muskatnuss
  • ½ TL Kardamom 
  • 200 g Rosinen

Kreuze

  • 40 g Mehl
  • 40 g Wasser
  • 1 TL Öl geschmacksneutral

Zuckersirup

  • 30 g Brauner Zucker
  • 30 g Heißes Wasser


Zubereitung

Tag vor dem Backen

Die Zutaten für den Vorteig mischen und sechs Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Nach der Wartezeit die Zutaten für den Hauptteig mischen und eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Währenddessen die Rosinen 30 Minuten in heißes Wasser einweichen, gut abgießen und mit Gewürzen und Marmelade mischen. Die Rosinen-Mischung unter den Teig mischen, den Teig über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Backtag

Den Teig in 12 gleiche Stücke teilen und zu runden Brötchen formen.Teiglinge eine Stunde abgedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Eine Schale mit Wasser in den Ofen stellen und ihn auf 200 Grad Umluft vorheizen.
Zutaten für die Kreuze mischen und mit einer Spritztülle kreuzförmig auf die Teiglinge aufspritzen. Alternativ tut's aber auch der Finger. Die Hot Cross Buns für 15 Minuten mit Dampf und 10 Minuten ohne Dampf fertig backen.
Für den Sirup heißes Wasser mit braunem Zucker mischen und die noch heißen Brötchen damit bestreichen.


Quelle (leicht abgewandelt): www.kruemelig.com

Sonntag, 16. April 2023

Niko erobert... Frühlingserwachen die Drölfzigste (414)

Alle Jahre wieder... wird der Balkon neu bestückt und das muss fotografisch festgehalten werden.

 
Darf ich vorstellen: Blumen (keine Ahnung, wie die heißen, ich weiß nur, dass sie auf dem Balkon "funktionieren"), Schnittlauch, Lavendel, Oregano, Blume (s.o.), Koriander, Basilikum, Blume (s.o.), Salbei, Rosmarin und Petersilie (von links oben nach rechts unten)


Parprika, Minze und zukünftige Bienenblumenwiese. Pünktlich einer halbe Stunde nach meiner Balkonaktion begann es zu regnen und hörte gefühlt bis jetzt nicht mehr auf. Okay, ich freue mich, dass ich weniger gießen muss. 

Auch sonst war der gestrige Tag geschäftig, Auto waschen, Brot, Essen kochen und die üblichen Must Dos im Haushalt eben. Dafür gab's auch einen echten Frühlingskuchen:


Der allerallerbeste vorstellbare Rhabarberkuchen ever. Ich würde es verlinken, finde aber das Rezept nicht mehr... Ich bin da beim Backen und Kochen noch ziemlich analog unterwegs und nutze einen Ordner - so mit Papier ;)

Und weil der beste Postbote zu Ostern Rühreigewürz geschenkt bekommen hatte, entschieden wir uns heute früh statt für die üblichen Spiegel- ausnahmsweise für Rühreier. Die gab es dann mit Rotweinkäse und dem selbstredend selbstgebackenen Sonntagsbrot (Sauerteig-Buttermilchbrot)



Sonntag, 12. März 2023

Niko erobert... Sonntagsessen (413)

 

Wenn wir sonntags daheim sind, gibt es häufig Aufläufe. Das liegt zum einen daran, dass Käse fast alles besser macht und zum anderen brauchen Aufläufe respektive Ofengerichte oftmals mehr Zeit als wir unter Woche fürs Kochen aufwenden möchten. Natürlich wird aber manchmal von der Auflaufregel abgewichen, zum Beispiel zugunsten von Bolognese - die braucht auch Zeit - oder wie heute Rindergulasch. Das braucht noch mehr Zeit. War aber angemessen famos. 

Und weil ich ja sonst nichts zu tun - höhö - habe, mussten es dazu Breznknödel sein. Der letzte Versuch in dieser Richtung war ein totaler Fehlschlag (ok, das hätten Kartoffelklöße werden sollen), daher war ich etwas skeptisch und befürchtete ein Auseinanderfließen im Kochtopf. Doch das passiert zum Glück nicht.

Hier die "Reste". Das sollte für morgen reichen ;) 

Wenn jemand ein idiotensicheres Rezept für Knödel benötigt, dem sei dieses empfohlen: Klick. Und ja, ich habe das Rezept aufgrund des Names des Blogs ausgesucht. Konnte ja eigentlich nur funktionieren. 

Zum Gulasch gabs geschmorte Champignons mit Cornichons und Silberzwiebeln, laut Rezept à la Stroganoff. Jetzt ist die Gulaschsaison vermutlich erst mal wieder vorbei, aber eine Wiederholung im nächsten Winter könnte ich mir sehr gut vorstellen. Die Knödel erwiesen sich als sehr gute Beilage. Wir sind nicht so die großen Soßenfreaks, aber mit den Knödeln bekommt man die Gulaschsoße gut aufgesaugt.


Mittwoch, 17. August 2022

Niko erobert... Postlertrinkgeld (401) / Postposts (13)

 

Einmal fröhlicher Kategorienmix... Konnte mich nicht entscheiden, ob das hier ein Niko-Beitrag oder ein Posting der Kategorie "Ungewöhnliche Trinkgelder" werden sollte. Passt beides und so ist es irgendwie auch beides. Denn Daniel brachte vor einiger Zeit eine Flasche Sojaöl mit nach Hause. Der Zeitpunkt war pikant, denn wir befanden uns auf dem Höhepunkt der Ölkrise bzw. Speiseölkrise und die Kundin wollte wohl für den Postboten sorgen. Also gab es original mexikanisch Sojaöl. Das wurde inzwischen beim Reibeplätzchen (oder Kartoffelpuffer) braten getestet und für sehr praktikabel befunden.  



 

Sonntag, 6. Februar 2022

WMDEDGT 2/2022

Frau Brüllen fragt wie an jedem 5. des Monats: WasMachstDuEigentlichDenGanzenTag? Alle Hintergründe und weitere Teilnehmer finden sich hier: #WMDEDGT

Nach längerer Abstinenz versuche ich es mal wieder. Bei den 5. unter der Woche fehlt mir meist die Motivation über Alltägliches zu berichten. Dieses Mal war's wenigstens ein Samstag und ich hab zwei Fotos von Essen.

Der Wecker klingelte kurz vor sechs, der Mann muss ja auch samstags los. Ich stand mit auf, hatte zwar keine Lust, aber mein wöchentliches Laufpensum noch nicht absolviert. Also raus aus der Kiste und ab in den Wald. Leider hatte es spätabends noch geregnet und in den frühen Morgenstunden wurde es frostig. Daher war es auf dem Weg zum und vom Wald ganz schön glatt. Bestzeiten sind allein deswegen auch nicht zu vermelden.

Auf dem Rückweg Boxenstopp beim tegut, um vergessene Kleinigkeiten zu besorgen. Danach wurde Brot gebacken - Knoblauchbrot als Beilage und "Sonntagsbrot" natürlich, dieses Mal Einkorn-Vollkornbrot nach diesem Rezept (halt mit Einkorn statt Kamut). Foto hab ich vergessen, ist aber sehr überzeugend. Muss mich unbedingt bei der nächsten Mehlbestellung daran erinnern und Einkorn mitbestellen.

Irgendwann ging's in die Dusche, schnell noch eine Waschmaschine anstellen und dann zwei Stunden an den PC - zu Recherche- und auch zu Freizeitzwecken. 

Gegen 13 Uhr Wechsel zurück in die Küche: Kaiserschmarrn ansetzen und schon einmal die Suppe fürs Blind Wine-Tasting abends vorbereiten. Gegen 14 Uhr kam der Mann heim, es gab den Kaiserschmarrn. Danach noch schnell Kartoffeln gekocht, bevor wir mit dem Rad ins Unterdorf gesaust sind, um ein Haus anzusehen. Rückkehr um kurz nach 16 Uhr und dann ging's quasi schon wieder in die Küche ans Vorbereiten. Denn um 18.30 Uhr kam der Besuch und wir machten uns ans Menü und ans Rotweinverkosten bzw. Zuordnen. Die Trefferquote war allerdings dieses Mal mit 33 % nicht so gut. Ansonsten war der Abend sehr angenehm: gut gegessen, gut unterhalten, was will man mehr? 

Legierte Parmesansuppe (Rezept)


Frikadellen mit Pilezen, Tomaten und Gorgonzolasoße, Kartoffelplätzchen und Salat


Freitag, 28. Januar 2022

Niko erobert... Wiesbadener Törtchen (391)

Mir war bis vor Kurzem nicht bewusst, bis dato eine wahre Wiesbadener Tradition verpasst zu haben, bis mich zwei Kolleginnen nahezu entsetzt aufklärten. Der Anlass war ein kleines rundes Döschen auf dem Schreibtisch:

Ich lernte, das MUSS man kennen. Das Café Kunder an sich war mir immerhin schon ein Begriff als Wiesbadener Institution, angemessen hochherrschaftlich gelegen an der Wilhelmsstraße, der Wiesbadener Prachtmeile. Zurück zu den Ananastörtchen: Die sind sogar patentiert, wie ich erfahren durfte. Mehr dazu gibt's bei der FR zu lesen.

So ein Törtchen kostet übrigens schlappe 4,20 Euro, ein nicht ganz günstiger Nachtisch. Geschmacklich hingegen ist rein gar nichts auszusetzen, was mich zugegebenermaßen überrascht hat. Ich war skeptisch, ich hab's ja eher nicht so mit Pralinen und ähnlichen Späßen. Aber das Teil ist mal richtig gut. Ich hatte befürchtet den Ananasgeschmack nicht zu mögen, doch der entpuppte sich als sehr erfrischend neben Schoki, Waffel und Marzipan.

 




Geschenkt immer wieder gern, auch ein schönes Mitbringsel, aber für mal eben so zwischendurch ein klein wenig kostspielig...



Sonntag, 14. November 2021

Niko erobert... Frankfurter Wild (388)

Manchmal muss es etwas Besonderes sein und was passt bei einem herbstlichen Rotweintasting mit Essen besser als Wild? Oder noch besser lokales Wild? Und so recherchierte ich, wo man im Rhein Main-Gebiet gut an Wild kommt. Die Wahl fiel auf das Stadtwaldhaus Frankfurt, wo vor allem das Wild aus dem Frankfurter Stadtwald angeboten wird. Eingeweihte wissen, ich drehe meine Laufrunde im zum Stadtwald zählenden Schwanheimer Wald. Meine ursprüngliche Vorstellung bestand darin, Fleisch von Wildschweinen zu servieren, die ich womöglich schon getroffen hatte. Okay, das hat nicht geklappt, aber ich hatte trotzdem einen schönen Ausflug zum Waldladen. Die Öffnungszeiten sind allerdings wenig arbeitnehmerfreundlich (Di und Do 15-18 Uhr, in den Wintermonaten zeitweise auch samstags).

 

Von der Straßenbahnhaltestelle Oberschweinstiege sind es noch ca. 500 m Fußweg bis zum Stadwaldhaus



Will man im Waldladen einkaufen, braucht es etwas Geduld, denn es bedient in der Regel nur eine Person, in den kleinen Laden darf coronabedingt immer nur eine Person und mitunter benötigt es ja auch noch ein wenig Beratung. Da kann es schon einmal etwas länger dauern. Ich wollte Wildschweingulasch. Das war aber nicht verfügbar, also entschied ich mich für eine Keule. Auf dem Heimweg stellte ich fest, ich hatte Hirsch gekauft, da hatte sich die Dame wohl vergriffen. Aber was soll's, dann eben Hirsch.

Dann mal ran ans Werk! Ich hätte die Keule natürlich auch im Ganzen zubereiten können, hatte allerdings keinen ausreichend großen Bräter, also blieb es beim Gulasch plus selbstgekochtem Wildfond plus Fleischreste. 

Oft ist es ja so, dass man überhöhte Erwartungen, wenn man wie ich hier zum ersten Mal Wild direkt vom Erzeuger kauft, die Endzerlegung (dilettantisch) selbst vornimmt und sich dann nur mit frischen Zutaten an die Zubereitung macht. Mir ging es bei der ersten selbstgemachten Hühnersuppe beispielsweise so. Sie war gut, aber nicht so geschmackvoll wie erwartet. Dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht, das Gulasch war zart, aromatisch und sehr geschmackvoll ohne dass ich viel würzen musste. Bei passender Gelegenheit: sehr, sehr gerne wieder!






Montag, 19. Juli 2021

Immer wieder Sauerteig: Waffeln

Urlaub heißt auch Zeit zum Austoben in der Küche. Am Wochenende stand mal wieder ein Blind Wine Tasting an. Wir treffen uns dazu so alle 6-8 Wochen abwechselnd bei Julia und David bzw. bei uns. Die Besucher bringen Apéritif und Nachtisch mit, die Gastgeber sind für Wein, Vorspeise und Hauptgang zuständig. Dieses Mal waren wir bei uns. Schon lange wollte ich mal ein Rosétasting machen. Es scheiterte immer wieder daran, dass ich Roséweine meist verzichtbar finde, aber dieses Mal haben wir es durchgezogen und sogar einen sehr leckeren Rosé gefunden, den ich wieder kaufen würde, den Lumia Rosado 2020

Ein Bild gibt es allerdings nur von der Aperitifbegleitung und vom Hauptgang.

Ich habe ausprobiert, ob selbstgebackene Cracker ein lohnenswertes Backprojekt sind. Die Antwort ist ein klares Ja. Als Rezept habe ich hierauf zurückgegriffen und neben Salz noch frisch vom Balkon geernteten Rosmarin darauf gestreut. 

Nach Feldsalat, Räucherlach und Apfel-Bratkartoffeln zur Vorspeise gab es Fried Chicken mit Sauerteigwaffeln und Cole Slaw (natürlich alles selbst gemacht). Übrigens sind die Sauerteigwaffeln eine super Möglichkeit die Reste des Sauerteigs nach dem Auffrischen loszuwerden, wenn man mal kein neues Paniermehl benötigt. Die Waffeln schmecken aber auch mit Ahornsirups oder zum Frühstück mit Spiegelei hervorragend. Die eigentliche kulinarische Entdeckung ist aber tatsächlich das frittierte Hähnchen: außen knusprig, innen superzart und dank der Marinade mit einer frischen Limettennote. Super!



Samstag, 27. Februar 2021

Niko erobert... Maultaschen (376)

Sehr essenslastig hier in letzter Zeit. Verfressen und ein kleiner Genussfreund bin ich ja sowieso, aber irgendwie geht es momentan fast ausschließlich ums Essen. Aber was soll man auch großartig anderes tun, wenn a) die Zeit aktuell kanpp ist und b) die Möglichkeiten für andersartige Freizeitaktivitäten nach wie vor sehr eingeschränkt sind. Also Kochen, Backen, Wein trinken oder so ähnlich...

Ich reiche eine Kochaktion vom letzten Wochenende nach. Wir hatten ein Maultaschenrezept gefunden und spontan Lust darauf und Zeit für die Vorbereitung:





 Angebraten und mit leckerem Risotto gereicht.

Sonntag, 14. Februar 2021

Immer wieder Sonntagsbrot: Französisches Weißbrot (46)

Dieses Wochenende gab es zwei Brote: ein Roggenschrotbrot mit Sauerteig zum Sonntagsfrühstück und ein französisches Weißbrot auf Hefebasis als Beilage. Ich dachte bis gerade, ich hätte das Roggenschrotbrot schon verbloggt, das ist jedoch nicht der Fall. Tja, nun habe ich keine Fotos gemacht, beim nächsten Mal also. Daher müsst ihr mit dem Weißbrotrezept vorlieb nehmen. Das hat aber auch sehr gut funktioniert und schmeckt auch vorzüglich, sollte also zu verschmerzen sein.

 


Zutaten

500g Dinkelmehl (630er und/oder 1050er, ich habe gemischt)
1/2 Päckchen Trockenhefe
2 TL Salz
335 ml Wasser 



Zubereitung

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine so lange verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Den Teig in eine Schüssel mit Deckel füllen und mindestens 8 Stunden lang in den Kühlschrank stellen. Hinweis: Je länger der Teig im Kühlschrank geht, desto aromatischer und fluffiger wird das Brot. 

Den Teig auf einer bemehlten Fläche dehnen, mehrfach zusammenlegen und dann zu einem ca. 15x10 cm großen Rechteck ziehen. Den Teig zu einem länglichen Brot aufrollen. Die Enden eindrehen, sodass sie spitz zulaufen. Das Brot auf einen Bogen Backpapier legen, mit Wasser bestreichen und 30 Min. gehen lassen.

Den Backofen auf 230°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Schale mit Wasser auf den Boden des Ofens stellen, ein Backblech ebenfalls mit erhitzen.

Das Brot nochmals mit Wasser bestreichen und mit einem scharfen Messer mehrfach einschneiden. Das Brot mit dem Backpapier auf das heiße Blech ziehen. Das Brot 20 Min. backen, dann die Schüssel mit Wasser entfernen und das Brot weitere 10 Min. fertig backen. 

Passte super zum Carpaccio und auch zum Hauptgang, Lammlachs mit Kräuterkruste, Kartoffel-Pastinaken-Püree und Möhren-Fenchel-Gemüse. 




Quelle: Ran ans Brot (Anna Walz) - abgewandelt

Dienstag, 9. Februar 2021

Immer wieder SonntagsPIZZA (45)

Mit Sauerteig lässt sich so einiges anstellen. Schon ziemlich lange will ich mich an "richtiger" Pizza versuchen. Unter "richtig" verstehe ich den Versuch einer Annäherung an eine Pizza, wie man sie beim Italiener bestellt. Für Pizza gibt es nämlich sehr viele Kategorien und es gibt auch entsprechend viele leckere Pizzavariationen. Ich käme aber beispielsweise nie auf die Idee Mamas Pizza mit Pizzerienpizza vergleichen zu wollen. Dann gibt es noch Kateorien wie "Pizza mit Fertigboden", "Pizza mit Hefeteigboden", Fertigpizza usw. Einen ernsthaften Versuch "richtige Pizza" zu backen, habe ich bisher nie gewagt. 

 

Insofern ist diese Sonntagspizza auch nur eine Annäherung, denn ich habe für den Sauerteigansatz Theobald Mortimer und keinen Livieto madre verwendet. Der nächste Unterschied besteht im verwendeten Mehl (Dinkel statt Weizen) und eigentlich hätte der Teig ruhig auch noch einen Tag länger gehen können. Aber: Die Pizza war megalecker - auch wenn es keine "richtige" Pizza war, sondern vielleicht schon wieder eine neue Kategorie.. ;)



Frisch aus dem Backofen mit Knoblauch-Tomaten-Sugo, Basilikum, Champignons und Käse. Danach haben wir noch etwas gepimpt:


 

Sonntag, 31. Januar 2021

Niko erobert... Frischeparadies (373)

In dieser ereignisarmen Zeit, was die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung anbetrifft, muss man sich seine Höhepunkte selbst suchen. Die Möglichkeiten Geld für Urlaub, Erlebnisse, Events oder Restaurantbesuche etc. auszugeben, sind ebenfalls stark beschränkt bzw. nicht vorhanden. Der "Ausflug" führte uns daher gestern in ein Geschäft - also eines, das der Grundversorgung dient natürlich. Wir fuhren nach F-Griesheim zum Frischeparadies. Daniel war dort in früheren Zustellerzeiten öfter, bevor er fest nach Kelsterbach kam, ich hingegen noch nie. Wir hatten es schon länger vorgehabt, waren aber noch nicht dazu gekommen. Nun wurde die Bildungslücke endlich geschlossen.

 

Das Wetter war ziemlich zum abgewöhnen: 1 Grad und Schneeregen den ganzen Tag lang. Da muss man sich den Tag quasi schön essen...



Drinnen konnte ich nicht so gut fotografieren, zu viele Menschen, die sonst erkennbar wären. Daher bleiben die Highlights (Fisch- und Fleischauslage) der Vorstellungskraft überlassen. Im Grunde gibt es im Frischeparadies alles, was gut und erlesen ist - von Hummer, Garnelen in jeder erdenklichen Größe und Form, einen Regalmeter voll Kaviar und so weiter und so fort. Coronabedingt hielten wir uns nicht so lange auf, um alles anzuschauen, sondern waren recht fokussiert unterwegs. 

Am Nachmittag gönnten wir uns dann was richtig Gutes: Schnitzel vom Tiroler Milchkalb mit Bratkartoffeln, Gurkensalat und einen richtig guten Wein (Korrell Von den großen Lagen, 2015). Himmlisch