Montag, 23. März
Simon startete schon um acht Uhr morgens seine geplante
Motorradtour mehr oder weniger um die ganze
Insel. Wir anderen ließen es etwas ruhiger angehen, frühstückten
gemütlich und verzogen und anschließend erst einmal mit unseren Büchern auf die
sonnige Terrasse. Erst nach zehn machten wir uns so langsam auf die Socken und
das auch „nur“ nach Santanyi nur zwei Kilometer weiter. Die Parkplatzsuche war
in den engen Gassen des Städtchens mal wieder mehr als abenteuerlich und einen
Platz zu finden erwies sich letztlich als zu anstrengend, sodass wir an
„unserem“ Supermarkt Eroski parkten und von dort aus ins Zentrum liefen.
Anschließend liefen wir gemütlich eine Weile in Santanyi rum, ein, wie wir
fanden, wirklich sehr hübsches Städtchen, das schönste, welches wir bisher
gesehen hatten. Wir erstanden Ensamaida und ein weiteres, mit Hackfleisch
gefülltes Gebäckstück. Dann kauften wir noch mallorquinischen Salz in einem
(deutschen, aber das wussten wir erst nachdem wir schon drin waren) Laden. Nach
einem Einkauf im Eroski und einer Bäckerei fuhren wir zurück nach San Moja.
Ich
ging noch eine Runde fotografieren, dann gabs ein aus Baguette, Camembert und
Erdbeeren mit Quark bestehendes Mittagessen, bevor wir erneut in der Sonne
versackten und dort den halben Nachmittag verbrachten.
Bevor wir gegen sechs
Uhr Simon in Felanitx abholten, fuhren wir jedoch noch gegen vier nach Cala
Figuera, kraxelten auf den Felsen der Bucht rum, liefen zum kleinen
Fischereihafen und sahen den Fischern beim Entladen der Boote zu.
Dann holten wir Simon ab und fuhren gemeinsam weiter nach Portocolombo, was sich allerdings als weniger pittoresk als Cala Figuera herausstellte. Der Spaziergang fiel daher kurz aus. Dann gingen wir Essen und landeten prompt wieder in einem deutschen Restaurant… Das Essen war trotzdem gut. Wir teilten uns Tapas als Vorspeise, dann gab es Steinbutt mit Haselnussrisotto bzw. Lammschulter und zu Nachtisch Crema catalana bzw. Schokokuchen mit Vanilleeis.
Vorspeise |
Dienstag, 24. März
Lauftraining war wieder angesagt. Gegen kurz nach sieben
zogen Papa und ich los und machten mal eben 11,5 Kilometer, Santanyi, Cala Figuera
und zurück. Danach dann duschen, Frühstück und Pläne schmieden. Die
Wettervorhersage war wenig erbaulich und so beschlossen wir, nachdem es kurz
nach unserer Laufrunde schon den ersten Schauer gab, ein eher kurzes Programm
zu absolvieren. Zunächst war der Plan, nach Alquerida Blanca zum Markt und dann
auf einen Tafelberg bei Felanitx zu fahren. Da sich der Markt auf 5 Stände
beschränkte und das Wetter so trüb war, dass sich der Berg nicht gelohnt hätte,
machten wir uns stattdessen auf gen Santa Maria del Camì, wo sich die Bodega
Macia Batle befindet. Da wir die nächste Führung zeitlich nicht geschafft
hätten, bauten wir einen Zwischenstopp bei Sant Joan ein. Dort besichtigten wir
els Calderers, eine alte Villa oder Finca, in der das Leben des
mallorquinischen Landadels des 18. und 19. Jahrhunderts dargestellt wird. Dort
sahen wir uns in der wirklich sehr interessanten Ausstellung gute anderthalb
Stunden um, bevor wir weiter nach Santa Maria del Camì fuhren.
Um 14.30 Uhr wurden wir in der dann in der größten Bodega Mallorcas herumgeführt. Auf 100 Hektar wird dort Wein angebaut. Seitdem die Reblaus 1891 auf Mallorca gewütet hatte, lag der Weinanbau lange brach und wurde erst beginnend mit den 1970er Jahren wiederbelebt. Die Bodega Macia Batle war Teil davon. Sie importiert heute u.a. nach Deutschland, Frankreich und in die Niederlande. Nach der Führung folgte natürlich die Verkostung eines Weißweins, eines Rosés und zweier Rotweine, darunter eines mit Kohlensäurefermentierung und ein Crianza. Den Blanc des Blancs gabs dann später zum Abendessen. Ansonsten wurden zur Degustation noch einige Köstlichkeiten gereicht wie Olivenpaste oder Mandelmarmelade. Im Anschluss an die Besichtigung fuhren wir nur noch einkaufen und dann in die Ferienwohnung zum Essen kochen. Papa und ich bereiteten Steaks, Champignongemüse und Bratkartoffeln.
Um 14.30 Uhr wurden wir in der dann in der größten Bodega Mallorcas herumgeführt. Auf 100 Hektar wird dort Wein angebaut. Seitdem die Reblaus 1891 auf Mallorca gewütet hatte, lag der Weinanbau lange brach und wurde erst beginnend mit den 1970er Jahren wiederbelebt. Die Bodega Macia Batle war Teil davon. Sie importiert heute u.a. nach Deutschland, Frankreich und in die Niederlande. Nach der Führung folgte natürlich die Verkostung eines Weißweins, eines Rosés und zweier Rotweine, darunter eines mit Kohlensäurefermentierung und ein Crianza. Den Blanc des Blancs gabs dann später zum Abendessen. Ansonsten wurden zur Degustation noch einige Köstlichkeiten gereicht wie Olivenpaste oder Mandelmarmelade. Im Anschluss an die Besichtigung fuhren wir nur noch einkaufen und dann in die Ferienwohnung zum Essen kochen. Papa und ich bereiteten Steaks, Champignongemüse und Bratkartoffeln.
Mittwoch, 25. März
Regen war angesagt, Regen kam auch und zwar den ganzen Tag
lang, also hieß es, das Beste daraus zu machen. Nach dem üblichen leckeren
Frühstück mit Obstsalat und Co sowie einer kleinen Lesestunde machten wir uns
mehr oder weniger motiviert im Dauerregen auf den Weg zum Markt in Sineu. Dort
erwarteten uns die üblichen Parkplatzfinde-Schwierigkeiten. Nachdem diese
gelöst waren, machten wir einen kleinen Rundgang. Während gegen zehn Uhr der
Viehmarkt seine Höhepunkte schon hinter sich hatte, befanden sich die übrigen
Stände noch im Aufbau. Wir beschränkten uns eher auf einen Kurzbesuch,
erstanden noch ein paar Bunuelos und flüchteten dann wieder ins Auto und machten
uns auf den Weg nach Palma.
Auf dem Weg dorthin kam uns eine ganze Reihe Busse, die Sineu ansteuerten, entgegen. Wir malten uns lieber nicht aus, wie krass das im Sommer aussieht und waren ganz froh, Sineu schon hinter uns gelassen zu haben. In Palma wollten wir eigentlich ins Aquarium, doch angesichts der Schlange vor dem Gebäude und des wiederum bestehenden Parkplatzproblems, unterließen wir dies und fuhren weiter in die Innenstadt. Dort ließen wir das Auto in der Tiefgarage stehen und besichtigten La Seu, die Kathedrale Mallorcas. Die Idee, Videoguides zu nehmen, erwies sich als gut, so erfuhren wir viel Interessantes über die „Kathedrale des Lichts“, die eine durchaus spannende Geschichte aufzuweisen kann. Als im 13. Jahrhundert die maurische Herrschaft von der spanischen abgelöst wurde, wurde die damalige Moschee in eine katholische Kapelle umgebaut. Doch es sollte nicht bei diesem Umbau bleiben. Im Laufe der Zeit wuchs die Kirche und eine Kathedrale wurde daraus, sodass die damalige Kapelle die Apsis der heutigen Kathedrale darstellt. Einen interessanten Kontrast stellt die 2007 eröffnete Kapelle des Allerheiligsten dar, die der Künstler Miquel Barceló gestaltet hat – extrem untypisch für eine katholische Kirche, aber mir gefiel es. Nach dem Besuch waren wir alle durchgefroren. So machten wir einen kleinen Bummel durch die Innenstadt und suchten uns dann ein Lokal zum Essen. Wir fanden eines abseits der Touristenmeilen und nahmen natürlich das Menu del dià. Mama und Papa hatten Sala, Simon und ich Quesadilla mit Hähnchen, dann gabs Haxe für Simon und Calamares mit Reis gefüllt für die anderen, der Nachtisch bestand aus Käsekuchen bzw. Tiramisu. Anschließend machten wir noch einen Spaziergang durch die Innenstadt und vor allem zu Hafen zum Jachten und Segelboote gucken. Danach fuhren wir zurück nach Santanyi und ließen den Abend ruhig ausklingen.
Auf dem Weg dorthin kam uns eine ganze Reihe Busse, die Sineu ansteuerten, entgegen. Wir malten uns lieber nicht aus, wie krass das im Sommer aussieht und waren ganz froh, Sineu schon hinter uns gelassen zu haben. In Palma wollten wir eigentlich ins Aquarium, doch angesichts der Schlange vor dem Gebäude und des wiederum bestehenden Parkplatzproblems, unterließen wir dies und fuhren weiter in die Innenstadt. Dort ließen wir das Auto in der Tiefgarage stehen und besichtigten La Seu, die Kathedrale Mallorcas. Die Idee, Videoguides zu nehmen, erwies sich als gut, so erfuhren wir viel Interessantes über die „Kathedrale des Lichts“, die eine durchaus spannende Geschichte aufzuweisen kann. Als im 13. Jahrhundert die maurische Herrschaft von der spanischen abgelöst wurde, wurde die damalige Moschee in eine katholische Kapelle umgebaut. Doch es sollte nicht bei diesem Umbau bleiben. Im Laufe der Zeit wuchs die Kirche und eine Kathedrale wurde daraus, sodass die damalige Kapelle die Apsis der heutigen Kathedrale darstellt. Einen interessanten Kontrast stellt die 2007 eröffnete Kapelle des Allerheiligsten dar, die der Künstler Miquel Barceló gestaltet hat – extrem untypisch für eine katholische Kirche, aber mir gefiel es. Nach dem Besuch waren wir alle durchgefroren. So machten wir einen kleinen Bummel durch die Innenstadt und suchten uns dann ein Lokal zum Essen. Wir fanden eines abseits der Touristenmeilen und nahmen natürlich das Menu del dià. Mama und Papa hatten Sala, Simon und ich Quesadilla mit Hähnchen, dann gabs Haxe für Simon und Calamares mit Reis gefüllt für die anderen, der Nachtisch bestand aus Käsekuchen bzw. Tiramisu. Anschließend machten wir noch einen Spaziergang durch die Innenstadt und vor allem zu Hafen zum Jachten und Segelboote gucken. Danach fuhren wir zurück nach Santanyi und ließen den Abend ruhig ausklingen.
Kathedrale |
Besagte Kapelle des Allerheiligsten |
Theater |
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