333, das muss begossen werden, dachte sich Niko und genehmigt sich ein kleines Schnäpschen. Eigentlich handelt es sich dabei um Likör. Der Produzent (einer von Daniels Postkunden) hat allerdings verraten, dass der "Likör" annähernd 40 % hat, also ist das mit dem Schnäpschen auch ganz passend. Der Ingwer jedenfalls wurde mehrere Wochen eingelegt usw. Für Interessierte hier das Rezept:
Samstag, 31. August 2019
Niko erobert... Schnapszahl (333)
Darauf ein Prosit!
333, das muss begossen werden, dachte sich Niko und genehmigt sich ein kleines Schnäpschen. Eigentlich handelt es sich dabei um Likör. Der Produzent (einer von Daniels Postkunden) hat allerdings verraten, dass der "Likör" annähernd 40 % hat, also ist das mit dem Schnäpschen auch ganz passend. Der Ingwer jedenfalls wurde mehrere Wochen eingelegt usw. Für Interessierte hier das Rezept:
333, das muss begossen werden, dachte sich Niko und genehmigt sich ein kleines Schnäpschen. Eigentlich handelt es sich dabei um Likör. Der Produzent (einer von Daniels Postkunden) hat allerdings verraten, dass der "Likör" annähernd 40 % hat, also ist das mit dem Schnäpschen auch ganz passend. Der Ingwer jedenfalls wurde mehrere Wochen eingelegt usw. Für Interessierte hier das Rezept:
Dienstag, 27. August 2019
Wein und Wandern am Kaiserstuhl Teil 2
Mittwoch, 21. August
Wir begannen den Tag mit Resten vom Kartoffelsalat, Rührei
und Brötchen. Danach waren wir etwas unschlüssig – wie gesagt, wir standen mit
den Veranstaltungen ja immer noch auf Kriegsfuß oder besser sie mit uns. Gegen
zehn Uhr machten wir uns schließlich auf den Weg nach Freiburg, streiften dort
durch die Altstadt und besuchten natürlich auch das Freiburger Münster. Die
Turmbesteigung für vier Euro war dabei ein Muss. Nach 265 Stufen genossen wir
den Blick von oben. Nach einem Abstecher zum Glockenturm quetschten wir uns am
Gegenverkehr vorbei über die enge Wendeltreppe wieder nach unten. Dort trennten
sich unsere Wege kurzzeitig, Daniel und ich erkundeten weiter die Gassen und
alten Gemäuer.
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Durch die Blume |
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Na, wo sind die Blumen? |
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Gegen eins trafen wir uns wieder, aßen einen Happen und machten
uns anschließend auf den Rückweg, damit wir um 14 Uhr die Kellerführung durch
die Winzergenossenschaft Oberrotweil mitmachen konnten. Wider Erwarten fand sie
nicht nur statt, kostenlos mit Gästekarte, wir waren auch nicht die einzigen.
Ein paar andere Versprengte stockten die Gruppe auf. Gute anderthalb Stunden
lang verfolgten wir dann den Weg der Reben von der Anlieferung bis in die
Flasche und auf die Palette. Wir erfuhren zwar nichts grundlegend Neues, aber
doch das eine oder andere kaiserstuhlspezifische Detail. Anschließend ging es
zur Verkostung. Fünf Weine bekamen wir vorgesetzt und unser Führer, ein
Hobbywinzer, meinte es sehr gut mit uns. Danach war es schon so spät, dass wir
von der Überlegung, noch zur Bassgeige zu laufen, Abstand nehmen mussten, denn
wir hatten um 19 Uhr ein Tisch im Rebstock reserviert. Dort aßen wir sehr gut
zu Abend, mir fehlten nur die Kohlenhydrate neben dem Cordon Bleu mit
Münsterkäse, aber der Weißburgunder (Franz Keller, Vom Pulverbuck 2015 VDP
Erste Lage) und auch die Crème Brulée waren vorzüglich.
Donnerstag, 22. August
Während Jörg und Nicole das Frühstück vorbereiteten, fuhren
Daniel und ich schnell einkaufen, denn wir wollten abends noch einmal grillen
und dafür ist Kartoffelsalat unverzichtbar. Dieser musste nach dem Frühstück
noch vorbereitet werden. Wir schafften es trotzdem um kurz nach zehn aus der
Ferienwohnung und ins Auto. Heute führte uns der Weg zunächst nach Ihringen,
einer der wärmsten Orte Deutschlands übrigens. Dort ließen wir das Auto stehen
und machten uns per pedes auf unsere zweite Wanderung. Es ging die Weinberge
hinauf, circa 300 Meter stark bergan und dann mehrheitlich durch die Wälder.
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Blick zurück nach Ihringen |
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Gearbeitet wird natürlich auch |
Zwischendurch machten wir eine Rast, bevor es weiter durch einen Mammutbaumwald
ging. Nach etwa 10,5 Kilometern kamen wir an ein Gasthof, dort gabs lokales
Bier und Johannisbeerschorle. Die letzten 2,5 Kilometer waren dann ein Klacks.
Wieder in Ihringen suchten wir erst erfolglos einen geöffneten Metzger und
kauften dann noch ein paar Kleinigkeiten im Edeka ein. Anschließend machten wir
uns auf die Jagd nach Grillfleisch. Im Nachbarort Bötzingen waren wir zweimal
nicht erfolgreich. Dann versuchten wir es in Endingen (Königschaffhausen),
allerdings riefen wir dieses Mal vorher an, um sicherzugehen. Gegen 17.30 Uhr
kehrten wir dann zurück zur Ferienwohnung, grillten gemütlich und sehr lecker
und schauten abends Fußball, Racing Strasbourg gegen Eintracht Frankfurt.
Freitag, 23. August
Frühes Aufstehen war angesagt, der Wecker klingelte schon um
kurz vor halb sieben. Es ging auch nur schnell durchs Bad, Sachen
zusammenpacken, Frühstücksutensilien (Wurst vom Metzger und ein Messer) einräumen
und um 7 Uhr fuhren wir los Richtung Vogesen. In Breisach holten wir noch
Brötchen, dann ging es weiter an Colmar vorbei und rauf in die Berge, von knapp
200 Metern hoch auf 1000. Gegen halb neun erreichten wir unser Ziel, den Lac
Blanc nahe Orbey. Dort parkten wir das Auto auf dem noch fast leeren
Wanderparkplatz und machten uns auf die Drei-Seen-Tour. Vom Lac Blanc ging erst
zunächst einen felsigen Pfad bergab zum Lac Noir und dann weiter zum Lac
Forlet.
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Los geht's! |
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Freundlicher Gruß am Wegesrand |
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Lac Noir |
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Erster Anstieg |
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Hier geht's hinauf! |
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Die Kühe mögen es auch. |
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Lac Forlet |
Dort machten wir Frühstückpause und erleichterten die Rucksäcke.
Gestärkt machten wir uns dann an den Anstieg auf einen der zehn höchsten
Erhebungen der Vogesen. Das war dann mal kurz ganz schön steil. Auf 1302 Metern
Höhe erwartete uns dann die Hochebene Gazon du Faing. Dort liefen wir dann den Kamm
entlang. Mittlerweile war es auch nicht mehr ganz so einsam wie morgens und wir
begegneten vielen anderen Wanderern. Wir hatten gut daran getan, so früh
loszugehen, es wurde auch schon ganz schön warm. Es ging anschließend auch noch
mal steinig und steil runter. Schließlich wurden wir mit einem tollen Blick auf
den Lac Blanc belohnt. Den See mussten wir noch einmal umrunden, bevor wir wieder
den Ausgangspunkt erreichten. Mittlerweile war der Parkplatz bis auf den
letzten Platz besetzt. Wir genossen noch ein kühles Getränk und machten uns
dann wieder auf den Weg zurück nach Oberbergen.
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Das sieht schon schroffer aus, also auf zum zweiten Anstieg... |
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Geschafft. |
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Der Lac Blanc von oben |
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Und wieder unten angekommen |
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Wir sind "oben rechts" gestartet, am Südostzipfel des größten Sees, an der 5 quasi. |
Dort snackten wir zur
Überbrückung leckeren Kuchen, dann war Pause angesagt, bevor wir abends noch
einen Tisch in der Kellerwirtschaft des Weinguts Franz Keller reserviert
hatten. Auf der Terrasse mit grandiosem Rundumblick genossen wir den letzten Abend
kulinarisch. Der Chef des Hauses, designierter DFB-Präsident drehte übrigens
auch eine kleine Runde. Anschließend tranken wir daheim noch die letzte
angefangene Weinflasche aus und ließen den Abend ausklingen.
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Korianderschinken, Olivenpüree |
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Penne mit Pfifferlingen |
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Lammhüfte und Lammzunge |
Samstag, 24. August
Hier passierte nicht mehr viel. Daniel und ich brachten
morgens Glas und Leergut weg und holten frische Brötchen. Ich kaufte noch an einem
der Selbstbedienungsregale in Oberbergen die ersten Kürbisse der Saison. Nach
dem Frühstück hieß es auf- und ausräumen. Wir stoppten dann noch an der
Winzergenossenschaft Oberbergen und kauften Wein ein, dann machten sich Jörg
und Nicole auf den Weg nach Weimar und wir nach Baden-Baden und dann abends nach
Hause.
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Von Sonntag: Badischer Kürbis in Lasagne ;) |
Sonntag, 25. August 2019
Wein und Wandern am Kaiserstuhl Teil 1
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Der erste Eindruck - wow! |
Sonntag, 18. August
Nach einem gemütlichen Sonntagsfrühstück mit frischem Brot
und Spiegeleiern packten wir zusammen und fuhren gegen 11 Uhr los in Richtung
Kaiserstuhl. Wir kamen sehr gut durch und waren daher schon vor 14 Uhr in
Oberbergen (Vogtsburg). Daniel und ich nutzten die Gelegenheit zu einem ersten
kurzen Rundgang durchs Örtchen. Um 14 Uhr meldeten wir uns an der Ferienwohnung
an, die Leute vor Ort erwiesen sich als eben so nett wie die Ferienwohnung. Wir
richteten uns schon mal ein und trugen unser Zeug hinein. Dann kamen auch Jörg
und Nicole an und wir machten uns auf eine erste gemeinsame Runde durch
Oberbergen – ein sehr knuffiges Winzerdorf – idyllisch mitten im Kaiserstuhl.
Hier ist die Welt noch in Ordnung, das frische Gemüse wird in Auslagen an der
Hofeinfahrt angeboten und die ehrlichen Käufer werfen das Geld in den
Briefkasten.
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Auf in die Weinberge! |
Was die Reservierung eines Tisches zum Abendessen anbetraf, waren
wir dagegen nicht erfolgreich im Ort, alles schon voll, also reservierten wir
schon einmal für Mittwoch vor. Anschließend ging’s weiter zum örtlichen Winzer
Vogel, wo wir zwei Gläser und zwei Flaschen Wein „für den Weg“ mitnahmen.
Glücklicherweise war man auch am Sonntag bereit uns Wein zu verkaufen. Eigentlich
wollten wir dann den Berg hinauf und zur Ortslage Oberbergener Bassgeige
laufen, die am Hang mit einer ebensolchen Skulptur gekennzeichnet ist, doch
dann überraschte uns ein Regenschauer. Wir machten also Pause und probierten
schon einmal ein Gläschen, kamen dabei mit zwei älteren Herrschaften aus dem
Ort ins Gespräch und hatten anschließend Tipps für Wanderungen und auch fürs
Abendessen im Nachbarort samt Spaziergang dorthin. Anschließend setzten wir uns
noch ein Stündchen in den Garten hinter der Ferienwohnung, bevor es Zeit war,
nach Oberrotweil aufzubrechen. Dort aßen wir gutbürgerlich und lecker im
Gasthof Neunlinden und schafften es auch wieder in Oberbergen anzukommen, bevor
uns die drohenden Gewitterwolken aus Frankreich erreichten. Dem Spektakel
schauten wir dann vor der Veranda aus zu und genossen dabei noch ein Gläschen
Wein.
Montag, 19. August
Wir ließen den Wecker Wecker sein und waren trotzdem alle
sehr früh wach. Erst einmal hieß es, etwas fürs Frühstück zu organisieren. Wir
folgten der Empfehlung unserer Vermieterin und wollten beim Metzger Feißt in
Teningen einkaufen. Dumm war nur, dass das Navi uns zum falschen Ort führte,
zur Produktion nämlich. Wir landeten mitten im Industriegebiet und liefen dort
rum. Natürlich kam einer raus und schickte uns dann freundlicherweise in den
Hauptort zurück, wo wir schon fünf Minuten zuvor gewesen waren. Allerdings rief
er dann auch in der Metzgerei an – warum auch immer, denn wenn wir dort nie
angekommen waren, hätte sein Anruf ja auch nichts geändert – um uns
anzukündigen. Jedenfalls wusste man schon Bescheid, als wir dort aufschlugen.
Den Rest, auch fürs abendliche Grillen, kauften wir dann noch im Edeka ein.
Währenddessen begann es zu regnen. Also frühstückten wir nach der Rückkehr
ausgiebig und bauten dann erst einmal den Kartoffelsalat (nach dem Rezept von
Jörgs Oma) zusammen, bevor wir uns gegen Mittag, als die Regenwolken sich
verzogen hatten, aus der Ferienwohnung wagten und uns auf unsere erste
Wanderung machten. Zuvor hatten wir noch versucht, an einer geführten
Weinwanderung teilzunehmen, doch die fiel leider aus, das erste, aber nicht das letzte Mal, dass uns derartiges passierte. Nachdem wir mehrfach erfolglos rumtelefoniert hatten, gaben wir auf.Der
Sinn eines Flyers mit wöchentlichen Veranstaltungen, die dann allesamt
ausfallen, erschließt sich mir nicht. Möglicherweise lag es an den Sommerferien?
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Wo geht's lang? |
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Im Weinberg darf die Wienbergschnecke nicht fehlen. |
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In der Ferne die Vogesen, vorn der Kaiserstuhl |
Wir liefen dann auf eigene Regie rund zehn
Kilometer rund um unseren Ferienort. Erst hoch auf den Badberg, dann weiter
über den Haselschacher Buck, immer schön inmitten von Weinbergen, mal durch den
Wald, mal an Wiesen vorbei, dann ein überraschender Blick ins Tal – eine sehr
kurzweilige und abwechslungsreiche Runde. Wieder in der Ferienwohnung
angekommen, machten wir uns abends ans Grillen und genossen den vorzüglichen
Kartoffelsalat ebenso wie die leckeren Würste und Steaks vom Metzger.
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Endlich kommt die Sonne raus! |
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Die Lage "Mondhalde" ist an den breiten Stufen zu erkennen, die nach der Flurbereinigung angelegt wurden. |
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Oberbergen von oben, rechter Hand ist die Ortslage, die Oberbergener Bassgeige zu sehen |
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Auch für Hessen verständlich ;) |
Dienstag, 20. August – oh là là, très magnifique!
Um acht Uhr fielen wir aus dem Bett und die Treppe herunter
an den Frühstückstisch. Um neun Uhr versuchte ich, einen Delikatessenladen in
Colmar anzurufen, um einen Tisch zu reservieren. Leider ging weder jemand ans
Telefon und der Anrufbeantworter ließ sich auch nicht besprechen. Wir sollten
später feststellen, dass der Laden leider Ferien hatte, sehr zu Jörgs Verdruss.
Auch meine Versuche Termine für Weinwanderungen am Mittwoch zu vereinbaren,
hatten keinen Erfolg, obwohl ich es mit dem Veranstaltungskalender bewaffnet an
drei unterschiedlichen Stellen versucht hatte. Na super. Ob ich zu viel
schlechtes Karma aufgesammelt habe? Trotzdem machten wir uns auf den Weg mach
Colmar, wo wir gegen circa zehn Uhr ankamen. Dort liefen wir kreuz und quer
durch die Altstadt, kehrten hier und dort ein, schauten etwas, shoppten etwas,
Tagesmotto: Oh là là, très magnifique. Mittags kehrten wir in einer Weinstube
ein, in der es auch leckere Elsässer Spezialitäten gab. Danach fing es leider
an zu regnen, was auch den restlichen Tag, zumindest bis zum Dunkelwerden,
Bestand haben sollte. Also kauften wir noch französischen Käse und machten uns
danach so allmählich auf den Rückweg.
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Petite Venise |
In Oberrotweil kauften wir noch die
Zutaten für Spaghetti Bolognese und kehrten nach Oberbergen zurück. Dort
machten wir die örtliche Winzergenossenschaft unsicher, probierten uns durch
und erfuhren allerlei Wissenswertes über Kaiserstühler Wein. Ich hätte zum
Beispiel nicht gedacht, dass das Vermarktungspotenzial recht überschaubar ist,
anders als etwa im Rheingau mit der großen Kaufkraft im Umland. Im Gegensatz
dazu hat man im Kaiserstuhl Konkurrenz in allen Himmelsrichtungen und zugleich
eine ländlich geprägte Umgebung. Macht den Wein aber auch sehr erschwinglich
und das bei einer Region, die als eine der besten Deutschlands für Weinbau
gilt. Anschließend machten wir eine Stunde Pause und widmeten uns dann dem
Abendessen. Anschließend ging’s vor den Fernseher mit Louis de Funès.
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